relipuls · Lehrer:innenblatt

KI nutzen – Verantwortung behalten: Wie viel Denken gebe ich ab?

Verlässlichkeit, Verantwortung und Regeln im Umgang mit KI

LeitfrageWie viel Denken darf ich an KI abgeben, ohne meine eigene Verantwortung zu verlieren?

Podcast Einführender Podcast für Lehrkräfte Ein Beitrag von unseren virtuellen Kolleg:innen aus NotebookLM

Klasse 9, Religionsunterricht in einer heterogenen Lerngruppe.

Viele Jugendliche kennen KI bereits als Werkzeug für Hausaufgaben, Übersetzungen, Bilder, Zusammenfassungen oder schnelle Antworten. Gleichzeitig unterscheiden sie sehr unterschiedlich sicher zwischen Hilfe, Täuschung, Bequemlichkeit, Überforderung und echter Verantwortung.

Die Stunde eignet sich besonders, wenn die Lerngruppe bereits erste Erfahrungen mit KI gemacht hat, aber noch wenig Sprache dafür besitzt, was an der eigenen Urteilskraft schützenswert ist. Sensibel zu beachten ist: Nicht alle Lernenden möchten über eigenes Fehlverhalten sprechen. Deshalb arbeitet die Stunde mit einer fiktiven Szene und ermöglicht Positionierung ohne Bloßstellung.

Beitragsbild
Religion / Ethik · 9 · 45 Min.

Datum: 3. Juni 2026 | Lesezeit: ca. 6 Minuten

Eine Schülerin lässt sich von ChatGPT einen Text schreiben. Ein anderer fragt: Ist das noch mein Denken? Was zunächst wie eine harmlose Diskussion über Hausaufgaben wirkt, führt mitten in eine größere Frage: Nutzen wir Technik als Werkzeug, oder gewöhnen wir uns daran, Verantwortung abzugeben?

Der Satz „Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben“ öffnet dafür einen religiösen Deutungsraum: Die Welt gehört uns nicht einfach. Sie ist uns anvertraut. In Verbindung mit aktuellen Debatten um KI entsteht daraus eine Unterrichtsstunde, in der Jugendliche nicht moralisch belehrt werden, sondern eine eigene, tragfähige Haltung entwickeln können: Wo hilft mir KI? Wo muss ich selbst denken, entscheiden und Verantwortung tragen?

Die Stunde arbeitet mit didaktisch konstruierten Materialien. Die Quellen dienen der fachlichen Fundierung für Lehrkräfte; die Lernenden arbeiten mit altersgerechten Szenen, Karten, Satzstartern und einem persönlichen Kompass.

Amina (Virtuelle Religionslehrerin)

Tagesziel

Die Lernenden unterscheiden konkrete Situationen, in denen KI sinnvoll unterstützt, von Situationen, in denen sie eigenes Verstehen, Urteilen oder Verantworten nicht ersetzen darf

Lernprodukte

  • Ein schriftlich fixierter digitaler Kompass mit individuellen Handlungsregeln für den Schulalltag.

Vorbereitung

  • Materialien M1, M2, M3, M32, M4, M42, M43, M5 kopieren oder digital bereitstellen
  • Tafel- oder Folienimpuls mit Leitfrage vorbereiten
  • ggf. Gruppen- oder Partnerbildung vorstrukturieren

Stundenbogen

  1. 1Einstieg
  2. 2Wo stehe ich? Die unsichtbare Grenze
  3. 3Drei Brillen auf die Welt
  4. 4Sorge tragen statt optimieren
  5. 5Sicherung und Transfer

Didaktische Hinweise

Didaktische Intention

Warum: Die Leitfrage „Gehört die Welt uns, um sie mit KI zu optimieren, oder sind wir ihre Treuhänder?“ verbindet eine reale Alltagserfahrung Jugendlicher mit religiösen und ethischen Deutungen von Verantwortung.

Was: Die Stunde folgt einem klaren didaktischen Vertrag: konkrete KI-Szene → eigene Grenze spüren → religiöse, säkulare und kinderrechtliche Perspektiven vergleichen → Optimierung und Sorge prüfen → persönliche Handlungsregel formulieren.

Wozu: Die Lernenden sollen nicht nur „KI gut oder schlecht“ beurteilen, sondern eine stärkende Unterscheidung gewinnen: Ich darf Werkzeuge nutzen, aber ich bleibe Subjekt meines Denkens, meiner Entscheidungen und meiner Verantwortung.

Kompetenzerwartungen

eine Alltagssituation zur KI-Nutzung als ethisches Spannungsfeld beschreiben;
religiöse Deutungen wie Treuhänderschaft, Ebenbildlichkeit und Bewahrung mit säkularen Optimierungslogiken vergleichen;
Kinderrechte und Menschenwürde als Korrektiv technischer Effizienz benennen;
begründet entscheiden, wann KI als Werkzeug hilfreich ist und wann sie eigene Verantwortung verdrängt;
eine persönliche Handlungsregel formulieren, die Selbstwirksamkeit und verantwortliches Entscheiden stärkt.

Lehrkraft-Spickzettel

  • Die schlaue Maschine und der geliehene Stern (7 Min.) · M1 Lehrkraft: Sammelt erste Reaktionen, ohne sofort zu bewerten: „Wo erkennt ihr euch wieder? Wo wird es schwierig?“
  • Wo stehe ich? Die unsichtbare Grenze (8 Min.) · M2 Lehrkraft: Liest den Impuls ruhig vor und schützt die Offenheit der Positionierungen: Niemand muss sich rechtfertigen.
  • Drei Brillen auf die Welt (10 Min.) · M3, M32 Lehrkraft: Achtet darauf, dass Religion nicht nur als allgemeine Werte-Agentur erscheint, sondern als eigene Deutung: Die Welt ist anvertraut, nicht verfügbar.
  • Sorge tragen statt optimieren (10 Min.) · M4, M42, M43 Lehrkraft: Bündelt im Plenum die Unterscheidung zwischen Fehlerfreundlichkeit und Fehlerfreiheit.
  • Mein Urteil für den Schulhof (10 Min.) · M5 Lehrkraft: Moderiert den Austausch so, dass unterschiedliche Positionen stehen bleiben dürfen, solange sie begründet und menschenwürdig sind.

Differenzierung: Unterstützung

  • Die Leitfrage wird entlastet: „Wann hilft mir KI – und wann muss ich selbst Verantwortung übernehmen?“
  • In M1 erhalten Lernende nur zwei Begriffe zur Zuordnung: Hilfe und Verantwortung.
  • In M3 werden die Perspektiven farblich markiert: religiös, säkular, kinderrechtlich.
  • In M4 nutzen Lernende Satzstarter: „Sorge bedeutet...“, „Optimierung bedeutet...“, „Würde ist gefährdet, wenn...“
  • In M5 wählen Lernende einen von drei Kompass-Sätzen aus und vervollständigen ihn.
  • Bei emotionaler Unsicherheit dürfen Lernende in der dritten Person schreiben: „Eine Person sollte...“

Differenzierung: Erweiterung

  • Die Leitfrage wird zugespitzt: „Welche Menschenbilder stecken hinter KI als Werkzeug, KI als Ersatz und religiöser Treuhänderschaft?“
  • Lernende ergänzen in M1 eigene Begriffe, z. B. Kontrolle, Bequemlichkeit, Fairness, Selbstbetrug, Mut.
  • Lernende prüfen, ob „Kinderrechte“ eine eigene Weltanschauung sind oder eher ein ethisch-demokratisches Korrektiv.
  • Lernende vergleichen zusätzlich Treuhänderschaft, Ebenbildlichkeit und Khalifa als verwandte, aber nicht identische religiöse Deutungen.
  • Lernende formulieren eine begründete Regel für die Klasse oder Schule zum Umgang mit KI.
  • Leistungsstärkere Lernende formulieren einen Einwand gegen die eigene Position und beantworten ihn.

Unterrichtsverlauf

Tabellarischer Ablauf

Phase Zeit Verlauf / Lehrkraft Sozialform MAT
Einstieg 7 Min.

Rahmen: 7 Min. Sozialform: Partnerarbeit / Plenum

Lesen die Schulhof-Szene, markieren den Konflikt und ordnen Begriffe den beiden Positionen zu. Lehrkraft: Sammelt erste Reaktionen, ohne sofort zu bewerten: „Wo erkennt ihr euch wieder? Wo wird es schwierig?“ Ergebnis: Die Lerngruppe benennt ein erstes Spannungsfeld zwischen Hilfe durch KI und eigener Verantwortung.
Partnerarbeit / Plenum M1
Wo stehe ich? Die unsichtbare Grenze 8 Min.

Rahmen: 8 Min. Sozialform: Positionslinie im Raum

Positionieren sich zwischen zwei Polen: „KI darf fast alles übernehmen“ und „Ich will möglichst viel selbst verantworten“. Danach hören sie einen kurzen Impuls und formulieren innerlich oder mündlich einen Resonanzsatz. Lehrkraft: Liest den Impuls ruhig vor und schützt die Offenheit der Positionierungen: Niemand muss sich rechtfertigen. Ergebnis: Jede:r hat eine eigene Ausgangsposition oder einen Resonanzsatz, der in Phase 3 weitergetragen wird.
Positionslinie im Raum M2
Drei Brillen auf die Welt 10 Min.

Rahmen: 10 Min. Sozialform: Trios

Vergleichen drei Perspektivkarten und prüfen, wie jede Perspektive auf KI, Verantwortung und Menschenwürde schaut. Lehrkraft: Achtet darauf, dass Religion nicht nur als allgemeine Werte-Agentur erscheint, sondern als eigene Deutung: Die Welt ist anvertraut, nicht verfügbar. Ergebnis: Die Lernenden können mindestens einen Unterschied zwischen religiöser Treuhänderschaft, säkularer Optimierung und kinderrechtlichem Schutz benennen.
Trios M3, M32
Sorge tragen statt optimieren 10 Min.

Rahmen: 10 Min. Sozialform: Partnerarbeit

Lesen die Thesenkarten, vergleichen Sorge und Optimierung im Prüfraster und notieren, wo Menschenwürde gefährdet sein kann. Lehrkraft: Bündelt im Plenum die Unterscheidung zwischen Fehlerfreundlichkeit und Fehlerfreiheit. Ergebnis: Die Lernenden erklären, warum eine reine Effizienzlogik den Menschen verkürzen kann.
Partnerarbeit M4, M42, M43
Sicherung und Transfer 10 Min.

Rahmen: 10 Min. Sozialform: Einzelarbeit, anschließend kurzer Austausch

Formulieren ihren digitalen Kompass mit einer persönlichen Regel zum Umgang mit KI. Lehrkraft: Moderiert den Austausch so, dass unterschiedliche Positionen stehen bleiben dürfen, solange sie begründet und menschenwürdig sind. Ergebnis: Ein schriftlich fixierter digitaler Kompass mit einer individuellen Handlungsregel für den Schulalltag.
Einzelarbeit, anschließend kurzer Austausch M5

Materialien

Handouts und Arbeitsblätter

Material M1

Dilemma-Karte: Schulhof-Talk

Arbeitsauftrag: Lest die Szene. Markiert danach: Wo geht es um Hilfe durch KI? Wo geht es um Verantwortung?

Szene auf dem Schulhof:

  • Samira: „Ich lasse mir den ersten Entwurf von ChatGPT schreiben. Dann bin ich schneller fertig. Warum soll ich mich unnötig stressen?“
  • Ben: „Als Hilfe verstehe ich das. Aber wenn die KI fast alles formuliert: Ist es dann noch dein Gedanke? Und wer ist verantwortlich, wenn etwas Falsches oder Unfaires drinsteht?“
  • Samira: „Ich prüfe es ja. Außerdem nutzen doch alle irgendwelche Tools.“
  • Ben: „Vielleicht. Aber auf dem Plakat im Reli-Raum stand: Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben. Wenn uns die Welt anvertraut ist, gilt das dann nicht auch für unser Denken und Entscheiden?“

Begriffe zuordnen:

Welche Begriffe passen eher zu Samiras Haltung, welche eher zu Bens Sorge? Tragt sie in die Tabelle ein.

BegriffSamira: KI als Hilfe und OptimierungBen: Verantwortung und eigenes Denken
Entlastung (etwas wird leichter)
Verantwortung (für ein Ergebnis einstehen)
Bequemlichkeit (den einfachsten Weg wählen)
Sorge (auf etwas Wertvolles achten)
Kontrolle (selbst prüfen und entscheiden)

Satz zum Mitnehmen:
Unser Streitpunkt ist: „KI hilft mir, aber...“

Material M2

Impuls: Wer lenkt dich?

Nur Lehrkraft: Vorleseimpuls zur Positionslinie

Die Lernenden stehen im Raum zwischen zwei Polen:

  • links: „KI darf fast alles übernehmen.“
  • rechts: „Ich will möglichst viel selbst verantworten.“

Vorlesetext:

„Stell dir vor, du tippst eine Aufgabe ein. Die Antwort erscheint sofort. Es fühlt sich leicht an. Vielleicht sogar erleichternd. Du bist schneller fertig. Du hast weniger Druck.

Jetzt halte kurz inne. Du musst die Augen nicht schließen; du kannst einfach auf einen Punkt vor dir schauen.

Frage dich: Wo bleibe ich selbst in dieser Antwort? Was prüfe ich noch? Was verstehe ich wirklich? Und wofür möchte ich am Ende einstehen?

Geh nun einen kleinen Schritt dorthin, wo du gerade stehst: näher zur Entlastung durch KI oder näher zur eigenen Verantwortung. Beides darf sein. Wichtig ist nur, dass du wahrnimmst, warum du dort stehst.“

Anschlussfrage:
„Formuliere für dich einen kurzen Satz: Ich stehe hier, weil...

Material M3

Drei-Sichten-Karten

Arbeitsauftrag:

Vergleicht die drei Karten. Markiert pro Karte ein Schlüsselwort. Beantwortet danach: Welche Sicht schützt eigenes Denken und menschliche Würde am stärksten?

1. Religiöse Sicht: Treuhänderschaft

Der Mensch ist nicht der Besitzer der Welt. Die Welt ist ihm anvertraut. Wer etwas Anvertrautes bekommt, darf es nutzen, aber nicht rücksichtslos verbrauchen. Verantwortung bedeutet hier: Ich frage nicht nur, was möglich ist, sondern auch, was dem Leben dient.
Schlüsselwörter: anvertraut – bewahren – Verantwortung

2. Säkulare Sicht: Optimierung

Der Mensch gestaltet sein Leben selbst. Technik und KI können helfen, Aufgaben schneller, genauer und bequemer zu erledigen. Verantwortung bedeutet hier: Ich nutze Werkzeuge klug und prüfe, ob sie mir und anderen wirklich helfen.
Schlüsselwörter: Werkzeug – Effizienz – Selbstbestimmung

3. Ethisch-demokratische Sicht: Kinderrechte und Menschenwürde

Jeder Mensch hat Rechte: Schutz, Bildung, Beteiligung und freie Entwicklung. Technik darf Menschen nicht ausbeuten, überwachen oder kleinmachen. Das gilt auch für digitale Produkte, die Rohstoffe, Energie, Daten und menschliche Arbeit brauchen.
Schlüsselwörter: Schutz – Würde – Gerechtigkeit

Vergleichsfrage:

Wo unterscheiden sich die drei Sichtweisen, wenn Samira KI für ihre Hausaufgaben nutzt?

Material M32

Reflexionsimpulse (nur Lehrkraft)

Beobachtungshinweise

  • Reduzieren Lernende die religiöse Perspektive auf „Religion sagt halt, man soll nett sein“?
  • Wird sichtbar, dass Treuhänderschaft eine andere Grundhaltung meint: Die Welt und das eigene Denken sind nicht bloß verfügbar, sondern anvertraut?
  • Wird Kinderrecht als ethisch-demokratisches Korrektiv verstanden und nicht als eigene Religion?

Mögliche Anschlussfragen

  • „Welche Perspektive fragt am stärksten nach der Würde des Menschen?“
  • „Welche Perspektive hilft euch im Schulalltag am meisten?“
  • „Kann KI ein gutes Werkzeug sein und trotzdem gefährlich werden, wenn wir Verantwortung abgeben?“

Material M4

Thesenkarten: Sorge vs. Optimierung

Arbeitsauftrag:

Lest die Karten. Entscheidet danach: Welche Karten passen eher zur Logik der Sorge, welche eher zur Logik der Optimierung?

1. Die Logik der Effizienz

Ein System gilt als gut, wenn es schnell, fehlerarm und planbar arbeitet. Abweichungen stören. Wer nicht funktioniert, wird zum Problem.

2. Die Logik der Sorge

Die Welt ist uns anvertraut, nicht unterworfen. Sorge achtet auf das, was verletzlich ist. Sie fragt nicht nur: „Was bringt es?“, sondern auch: „Was braucht Schutz?“

3. Der Mensch als Maschine

Wenn Menschen nur nach Leistung, Tempo und Fehlerfreiheit bewertet werden, geraten sie unter Druck. Dann zählt weniger, wer jemand ist, sondern nur noch, was jemand liefert.

4. Der Mensch als Ebenbild

Jeder Mensch hat eine Würde, die nicht von Leistung abhängt. In religiöser Sprache: Der Mensch ist mehr als seine Funktion. Er ist nicht ersetzbar wie ein Bauteil.

5. Fehlerfreundlichkeit

Menschen lernen durch Fehler. Wer Fehler machen darf, kann wachsen. Eine Gesellschaft, die nur Optimierung kennt, verlernt Geduld, Vergebung und Neuanfang.

Material M42

Prüfraster: Sorge vs. Optimierung

Arbeitsauftrag: Nutzt die Thesenkarten aus M4. Füllt das Raster aus und notiert am Ende einen eigenen Prüfsatz.

MerkmalLogik der SorgeLogik der Optimierung
ZielWas soll geschützt oder bewahrt werden?Was soll schneller oder perfekter werden?
Blick auf FehlerWas kann man aus Fehlern lernen?Welche Fehler müssen verschwinden?
Blick auf MenschenWo bleibt Würde auch bei Schwäche?Wo wird der Mensch nach Leistung bewertet?
Blick auf KIWann hilft KI verantwortungsvoll?Wann ersetzt KI eigenes Denken?

Mein Prüfsatz:
KI ist für mich hilfreich, solange...
KI wird für mich problematisch, wenn...

Material M43

Nur Lehrkraft: Impulsfragen zur Diskussion

  • „Was ist der Unterschied zwischen Fehlerfreundlichkeit und Nachlässigkeit?“
  • „Wann ist KI ein Werkzeug, das Selbstvertrauen stärkt?“
  • „Wann wird KI zu einem Werkzeug, mit dem ich mich selbst kleinmache?“
  • „Wie verändert sich der Blick auf Leistung, wenn Würde nicht verdient werden muss?“

Moderationshinweis:
Achten Sie darauf, dass Lernende nicht in einfache Gegensätze rutschen: „KI schlecht – Mensch gut“. Ziel ist eine begründete Unterscheidung, nicht Technikangst.

Material M5

Mein digitaler Kompass

Arbeitsauftrag: Formuliere deine persönliche Regel für den Umgang mit KI. Du musst nichts Privates erzählen. Schreibe so, dass die Regel dir im Schulalltag wirklich helfen könnte.

Was bedeutet Treuhänderschaft?

Ein Treuhänder ist jemand, dem etwas Wertvolles anvertraut wurde. Es gehört ihm nicht einfach. Er darf es nutzen, aber er muss sorgsam damit umgehen.

Übertragen auf KI heißt das: Auch mein Denken, meine Entscheidungen, meine Sprache und meine Verantwortung sind mir anvertraut. KI kann mich unterstützen. Aber sie soll mich nicht ersetzen.

Mein digitaler Kompass

Ergänze mindestens zwei Sätze:

  1. KI ist für mich als Werkzeug okay, wenn...
  2. Ich entscheide bewusst selbst, wenn...
  3. Ich prüfe eine KI-Antwort, weil...
  4. Ich ziehe eine Grenze, wenn...
  5. Wenn die Welt und mein Denken mir anvertraut sind, bedeutet das für mich...

Mein stärkender Satz:
„Ich muss nicht alles allein können, aber ich bleibe verantwortlich für das, was ich abgebe, übernehme und weitergebe.“

Quellen

Verlinkte Referenzen

Lehrplan

Schöpfung neu denken

Netzrauschen

Perspektiven & Bezugstexte

Hinweis zur Materialverwendung

Die Materialien M1 bis M5 sind didaktische Konstruktionen für diese Unterrichtsstunde. Sie sind keine Originalzitate aus den genannten Quellen.