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title: Wenn Plattformen Religion in Ja/Nein pressen
date: 2026-04-01
subject: Religionsunterricht
grade: Klasse 8
duration_minutes: 45
tags:
  - relipuls
  - teaching-pack
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# Wenn Plattformen Religion in Ja/Nein pressen

Didaktisch verdichteter Unterrichtsimpuls mit Materialien

- Ausgabe: 1. April 2026
- Fach: Religionsunterricht
- Zielgruppe: Klasse 8
- Dauer: 45 Min.

## Didaktische Hinweise

### Didaktische Intention

Die Stunde trägt vor allem die Bewegung vom Alltagsmuster zur begründeten Unterscheidung. Die Lernenden sollen merken: Digitale Sichtbarkeit ist nicht automatisch dasselbe wie Verstehen – und Schutzlogiken können Freiheit und Selbstbestimmung sichern.


### Risiken


### Kompetenzerwartungen

- beschreiben, welche Informationen eine binäre digitale Oberfläche sichtbar macht und welche sie ausblendet.
- vergleichen, wie die Quellen digitale Vereinfachung, öffentliche Rahmung und Schutz vor Zuordnung akzentuieren.
- deuten, wie Matthäus 22,21 eine Unterscheidung zwischen öffentlicher Ordnung und Gottesbezug markiert.
- beurteilen, wo digitale Glaubensbewertung begrenzt werden sollte, und ihr Urteil mit Materialbefunden begründen.

### Ablauf

1. **Binäres Sortiermuster beobachten (8 Min.)**
   Die Lernenden erhalten eine schematische Beschreibung einer fiktiven digitalen Oberfläche (z. B. „Glaubensfrage trifft zu / trifft nicht zu“, „Interesse hoch/niedrig“) und notieren je zwei Beobachtungen zu „wird sichtbar“ und „bleibt unsichtbar“.
   Lehrkraft: Kurz einordnen, dass es um ein allgemeines digitales Muster geht – nicht um persönliche Angaben.
   Material: M1
   Ergebnis: Beobachtungen zur Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit durch das Ja/Nein-Schema

1. **Öffentliche Rahmung und Schutzlogik vergleichen (12 Min.)**
   Die Lernenden arbeiten mit kurzen Aussagen aus den beiden UZH-Beiträgen und ordnen sie in drei Felder ein: „Was wird vereinfacht?“, „Was soll geschützt werden?“, „Welche Frage bleibt offen?“.
   Lehrkraft: Begriffe wie Zuordnung, Selbstbestimmung und Öffentlichkeit sprachlich sichern; strikt bei den vorgegebenen Aussagen bleiben.
   Material: M2
   Ergebnis: Ausgefüllte Vergleichstabelle mit drei kurzen Sätzen

1. **Eine biblische Unterscheidung genauer lesen (10 Min.)**
   Die Lernenden lesen den Wortlaut von Matthäus 22,21 und vervollständigen zwei Satzrahmen: „Der Vers unterscheidet zwischen … und …“ sowie „Für digitale Glaubensbewertung ist das wichtig, weil …“.
   Lehrkraft: Wortlaut knapp klären, mögliche Deutungen eröffnen, keine „richtige“ Position vorgeben.
   Material: M3
   Ergebnis: Zwei vollständige Deutungssätze

1. **Begründetes Urteil formulieren (12 Min.)**
   Die Lernenden bearbeiten die Aussage „Wenn eine Plattform Religion bewertet, sollte das immer erlaubt sein“ in einem kurzen Urteilssatz.
   Lehrkraft: Diskussion so moderieren, dass Unterschiede stehen bleiben dürfen; keine persönliche Bekenntnislage wird abgefragt.
   Material: M2, M3
   Ergebnis: Ein begründeter Urteilssatz (mind. ein Befund aus M2 + ein Gedanke aus den Deutungssätzen)


### Differenzierung

**Unterstützung**
- Unterstützung: Satzstarter, z. B. „Sichtbar wird …“, „Unsichtbar bleibt …“, „Geschützt werden soll …“, „Ich setze die Grenze dort, wo …“.
- Erweiterung: Zusatzfrage: „Ist es ein Unterschied, ob jemand eine religiöse Zugehörigkeit selbst öffentlich macht oder ob eine Plattform sie aus Daten ableitet?“ → ggf. zweiter Urteilssatz.

## Leitfrage

Was passiert mit religiösen Fragen, wenn Plattformen und Programme daraus „Bewertungen“ machen – und wie wirkt dabei Datenschutz als Grenze und Ermöglichungsstruktur?

## Tagesziel

Sobald Religion als bewertbares Profil behandelt wird, geraten Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung und religiöse Praxis unter Spannung.

## Didaktischer Kern

Die Stunde trägt vor allem die Bewegung vom Alltagsmuster zur begründeten Unterscheidung. Die Lernenden sollen merken: Digitale Sichtbarkeit ist nicht automatisch dasselbe wie Verstehen – und Schutzlogiken können Freiheit und Selbstbestimmung sichern.

## Unterrichtsverlauf

### Einstieg (8 Min.)

Die Lernenden erhalten eine schematische Beschreibung einer fiktiven digitalen Oberfläche (z. B. „Glaubensfrage trifft zu / trifft nicht zu“, „Interesse hoch/niedrig“) und notieren je zwei Beobachtungen zu „wird sichtbar“ und „bleibt unsichtbar“.

- Lehrkraft: Kurz einordnen, dass es um ein allgemeines digitales Muster geht – nicht um persönliche Angaben.
- Sozialform: Einzelarbeit
- Material: M1
- Ergebnis: Beobachtungen zur Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit durch das Ja/Nein-Schema

### Erarbeitung I (12 Min.)

Die Lernenden arbeiten mit kurzen Aussagen aus den beiden UZH-Beiträgen und ordnen sie in drei Felder ein: „Was wird vereinfacht?“, „Was soll geschützt werden?“, „Welche Frage bleibt offen?“.

- Lehrkraft: Begriffe wie Zuordnung, Selbstbestimmung und Öffentlichkeit sprachlich sichern; strikt bei den vorgegebenen Aussagen bleiben.
- Sozialform: Partnerarbeit
- Material: M2
- Ergebnis: Ausgefüllte Vergleichstabelle mit drei kurzen Sätzen

### Vertiefung (10 Min.)

Die Lernenden lesen den Wortlaut von Matthäus 22,21 und vervollständigen zwei Satzrahmen: „Der Vers unterscheidet zwischen … und …“ sowie „Für digitale Glaubensbewertung ist das wichtig, weil …“.

- Lehrkraft: Wortlaut knapp klären, mögliche Deutungen eröffnen, keine „richtige“ Position vorgeben.
- Sozialform: Einzelarbeit
- Material: M3
- Ergebnis: Zwei vollständige Deutungssätze

### Sicherung und Transfer (12 Min.)

Die Lernenden bearbeiten die Aussage „Wenn eine Plattform Religion bewertet, sollte das immer erlaubt sein“ in einem kurzen Urteilssatz.

- Lehrkraft: Diskussion so moderieren, dass Unterschiede stehen bleiben dürfen; keine persönliche Bekenntnislage wird abgefragt.
- Sozialform: Einzelarbeit | Plenum
- Material: M2, M3
- Ergebnis: Ein begründeter Urteilssatz (mind. ein Befund aus M2 + ein Gedanke aus den Deutungssätzen)

## Materialien

- M1: Binäres Sortiermuster beobachten
- M2: Öffentliche Rahmung und Schutzlogik vergleichen
- M3: Eine biblische Unterscheidung genauer lesen
- M4: Begründetes Urteil formulieren

## Ausgangstext

**TAGS:** Sek-I,Klasse-8,RUfa,Datenschutz,Digitalitaet  
**BODY_MARKDOWN:**

Mich beschäftigt an den beiden UZH-Beiträgen vor allem ein sehr schlichtes Bild: Häkchen, Profilfeld, Ja/Nein. Gerade diese digitale Einfachheit wirkt erst harmlos – und kippt dann schnell ins Problem. Was geht eigentlich verloren, wenn Algorithmen und Plattformen komplexe religiöse Überzeugungen auf binäre Kategorien reduzieren?

In [„Datenschutzrechtliche Grenzen digitaler Glaubensbewertung und religiöser Öffentlichkeit im Internet“](https://uzh.ch/blog/digitalreligions/2026/03/31/datenschutzrechtliche-grenzen-digitaler-glaubensbewertung-und-religioeser-oeffentlichkeit-im-internet) wird genau diese Reduktion benannt: Ein binäres Zahlensystem steht dort symbolisch für die Vereinfachung theologischer Fragen auf ein schlichtes Ja-Nein-Schema. Der [Erfahrungsbericht zur Interdisziplinarität](https://uzh.ch/blog/digitalreligions/2025/01/15/interdisziplinaritaet-erleben-ein-erfahrungsbericht) von Rebekka Sarah Rieser macht dann deutlich, warum das nicht nur eine Technikfrage ist: Wer „Religion im öffentlichen Raum“ verstehen will, braucht mehrere Brillen – Medienwissenschaft, Rechtswissenschaft und Religionswissenschaft.

Das ist für den Hamburger RUfa in einer 8. oder 9. Klasse an der Stadtteilschule besonders anschlussfähig: Viele Jugendliche kennen solche Sortiermuster aus Apps und sozialen Medien – ohne dass jemand seine eigene Position preisgeben muss. Wir sprechen dabei über Rahmung und Schutz. Die zentrale Spannung lautet: Was passiert mit religiösen Fragen, wenn Plattformen daraus Bewertungen machen – und wie wirkt dabei Datenschutz als Grenze und Ermöglichungsstruktur?

Ich würde den Unterricht deshalb so aufbauen: zuerst eine kurze Beobachtung, dann vergleichend zwei Perspektiven erarbeiten, danach eine Stimme genauer lesen – und schließlich zu einem begründeten Urteil kommen. Die Bewegung vom Alltagsmuster zur Unterscheidung zwischen öffentlicher Ordnung und innerer Komplexität trägt die Stunde.

> [!info] Zielgruppe  
> 8./9. Klasse im Hamburger RUfa an Stadtteilschule oder Gymnasium. Keine Vorkenntnisse zu Datenschutzrecht nötig; hilfreich ist, dass die Lernenden kurze Aussagen ordnen und mit Satzrahmen begründet formulieren können.

> [!check] Kompetenzerwartungen  
> Die Lernenden können  
> - beschreiben, welche Informationen eine binäre digitale Oberfläche sichtbar macht und welche sie ausblendet.  
> - vergleichen, wie die Quellen digitale Vereinfachung, öffentliche Rahmung und Schutz vor Zuordnung akzentuieren.  
> - deuten, wie Matthäus 22,21 eine Unterscheidung zwischen öffentlicher Ordnung und Gottesbezug markiert.  
> - beurteilen, wo digitale Glaubensbewertung begrenzt werden sollte, und ihr Urteil mit Materialbefunden begründen.

> [!todo] Ablauf  
> 1. **Binäres Sortiermuster beobachten (8 Minuten)**
>    Die Lernenden erhalten eine schematische Beschreibung einer fiktiven digitalen Oberfläche (z. B. „Glaubensfrage trifft zu / trifft nicht zu“, „Interesse hoch/niedrig“) und notieren je zwei Beobachtungen zu „wird sichtbar“ und „bleibt unsichtbar“.  
>    Lehrkraft: Kurz einordnen, dass es um ein allgemeines digitales Muster geht – nicht um persönliche Angaben.  
>    Sozialform: Einzelarbeit  
>    Materialien: M1 (Beobachtungskarte als Textvorlage)  
>    Ergebnis: Beobachtungen zur Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit durch das Ja/Nein-Schema  
>  
> 2. **Öffentliche Rahmung und Schutzlogik vergleichen (12 Minuten)**
>    Die Lernenden arbeiten mit kurzen Aussagen aus den beiden UZH-Beiträgen und ordnen sie in drei Felder ein: „Was wird vereinfacht?“, „Was soll geschützt werden?“, „Welche Frage bleibt offen?“.  
>    Lehrkraft: Begriffe wie Zuordnung, Selbstbestimmung und Öffentlichkeit sprachlich sichern; strikt bei den vorgegebenen Aussagen bleiben.  
>    Sozialform: Partnerarbeit  
>    Materialien: M2 (Vergleichstabelle mit summary-nahen Aussagen)  
>    Ergebnis: Ausgefüllte Vergleichstabelle mit drei kurzen Sätzen  
>  
> 3. **Eine biblische Unterscheidung genauer lesen (10 Minuten)**
>    Die Lernenden lesen den Wortlaut von Matthäus 22,21 und vervollständigen zwei Satzrahmen: „Der Vers unterscheidet zwischen … und …“ sowie „Für digitale Glaubensbewertung ist das wichtig, weil …“.  
>    Lehrkraft: Wortlaut knapp klären, mögliche Deutungen eröffnen, keine „richtige“ Position vorgeben.  
>    Sozialform: Einzelarbeit  
>    Materialien: M3  
>    Ergebnis: Zwei vollständige Deutungssätze  
>  
> 4. **Begründetes Urteil formulieren (12 Minuten)**
>    Die Lernenden bearbeiten die Aussage „Wenn eine Plattform Religion bewertet, sollte das immer erlaubt sein“ in einem kurzen Urteilssatz.  
>    Lehrkraft: Diskussion so moderieren, dass Unterschiede stehen bleiben dürfen; keine persönliche Bekenntnislage wird abgefragt.  
>    Sozialform: Einzelarbeit | Plenum  
>    Materialien: M2, M3  
>    Ergebnis: Ein begründeter Urteilssatz (mind. ein Befund aus M2 + ein Gedanke aus den Deutungssätzen)  
>  
> **Materialien:** Die kopierfertigen Materialien (M1, M2 …) findest du am Ende dieser Seite.

> [!adapt] Differenzierung  
> - **Unterstützung:** Satzstarter, z. B. „Sichtbar wird …“, „Unsichtbar bleibt …“, „Geschützt werden soll …“, „Ich setze die Grenze dort, wo …“.  
> - **Erweiterung:** Zusatzfrage: „Ist es ein Unterschied, ob jemand eine religiöse Zugehörigkeit selbst öffentlich macht oder ob eine Plattform sie aus Daten ableitet?“ → ggf. zweiter Urteilssatz.

> [!hint] Didaktische Intention  
> Die Stunde trägt vor allem die Bewegung vom Alltagsmuster zur begründeten Unterscheidung. Die Lernenden sollen merken: Digitale Sichtbarkeit ist nicht automatisch dasselbe wie Verstehen – und Schutzlogiken können Freiheit und Selbstbestimmung sichern.

Ich mag an dieser Stunde, dass sie weder technikfeindlich noch religionsromantisch wird. Sie bleibt nah an der Lebenswelt und nimmt Religion zugleich als etwas ernst, das sich nicht vollständig in Kategorien pressen lässt.

> [!info] Quellen und Links  
> - [Datenschutzrechtliche Grenzen digitaler Glaubensbewertung und religiöser Öffentlichkeit im Internet](https://uzh.ch/blog/digitalreligions/2026/03/31/datenschutzrechtliche-grenzen-digitaler-glaubensbewertung-und-religioeser-oeffentlichkeit-im-internet)  
> - [Interdisziplinarität erleben: Ein Erfahrungsbericht](https://uzh.ch/blog/digitalreligions/2025/01/15/interdisziplinaritaet-erleben-ein-erfahrungsbericht)  
> - [Matthäus 22,21](https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us22,21)

## Netzrauschen
- [Interdisziplinarität erleben: Ein Erfahrungsbericht](https://uzh.ch/blog/digitalreligions/2025/01/15/interdisziplinaritaet-erleben-ein-erfahrungsbericht) – Rebekka Sarah Rieser zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit im UFSP Digital Religion(s) konkret aussieht und warum allein theologische oder medienwissenschaftliche Brillen nicht reichen.
- [Datenschutzrechtliche Grenzen digitaler Glaubensbewertung und religiöser Öffentlichkeit im Internet](https://uzh.ch/blog/digitalreligions/2026/03/31/datenschutzrechtliche-grenzen-digitaler-glaubensbewertung-und-religioeser-oeffentlichkeit-im-internet) – Ramazan Özgü und Rita Famos machen die juristische Spannung zwischen binärer digitaler Zuordnung und informationeller Selbstbestimmung deutlich.

## Arbeitsmaterialien

> [!abstract] M1 Binäres Sortiermuster beobachten
>
> **Methode:** Satzstarter und Unterstützungsraster (Differenzierung)
>
> ![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/ab8b9bb7-dde0-45ff-b0f9-b721423066c9.webp)
> *Beispielhafte Illustration der Unterrichtsmethode. KI-generiert. CC0*
>

**M1 – Beobachtungskarte (Klasse 8/9, Hamburger RUfa)**  
Einzelarbeit – 8 Minuten

**Konkrete Beispielsituation:**  
Stell dir vor, du öffnest eine App namens „CommunityMatch“. Dort wird zu deiner Mitschülerin Lena folgendes angezeigt:  
- Glaubensfrage: trifft zu / trifft nicht zu  
- Interesse an Religion: hoch / niedrig  
- Öffentliche Sichtbarkeit: Ja / Nein  

**Aufgabe**  
Schau dir diese binäre Oberfläche an und notiere je **zwei** eigene Beobachtungen.

| Was wird sichtbar? (durch das Ja/Nein-Schema) | Was bleibt unsichtbar? (was geht verloren?) |
|-----------------------------------------------|---------------------------------------------|
|                                               |                                             |
|                                               |                                             |
|                                               |                                             |

**Satzstarter zur Hilfe (Unterstützung)**  
- Sichtbar wird, ob Lena einer Religion zugeordnet wird …  
- Sichtbar wird, wie hoch oder niedrig ihr Interesse eingestuft ist …  
- Unsichtbar bleibt, warum Lena so glaubt oder zweifelt …  
- Unsichtbar bleibt, wie stark oder schwach ihre Überzeugung wirklich ist …  
- Verloren geht dabei …  

---

> [!abstract] M2 Öffentliche Rahmung und Schutzlogik vergleichen
>
> **Methode:** Vergleichsmatrix
>
> ![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/163b85ca-c5fd-470c-b9fa-ea9f4b80f836.webp)
> *Beispielhafte Illustration der Unterrichtsmethode. KI-generiert. CC0*
>

**M2 – Vergleichstabelle (Klasse 8/9, Hamburger RUfa)**  
Partnerarbeit – 12 Minuten

Arbeite mit den folgenden kurzen Textauszügen aus den beiden UZH-Beiträgen.

**Kurze Auszüge:**  
A: Komplexe theologische Fragen werden auf ein einfaches Ja-Nein-Schema reduziert. (aus dem Beitrag zu digitaler Glaubensbewertung)  
B: Datenschutz soll die informationelle Selbstbestimmung schützen und ungewollte Zuordnung verhindern. (aus dem Beitrag zu digitaler Glaubensbewertung)  
C: Religion im öffentlichen Raum braucht mehrere Perspektiven (Medien-, Rechts- und Religionswissenschaft), sonst bleibt vieles unverstanden. (aus dem Erfahrungsbericht zur Interdisziplinarität)

**Aufgabe**  
Ordne jede Aussage einem der drei Felder zu und schreibe je einen vollständigen Satz.

| Feld                          | Zuordnung (Buchstabe) | Dein Satz |
|-------------------------------|-----------------------|---------|
| Was wird vereinfacht?         |                       |         |
| Was soll geschützt werden?    |                       |         |
| Welche Frage bleibt offen?    |                       |         |

**Satzstarter zur Hilfe (Unterstützung)**  
- Vereinfacht wird die komplexe religiöse Überzeugung auf …  
- Geschützt werden soll die informationelle Selbstbestimmung vor …  
- Offen bleibt die Frage, wie …  
- Geschützt werden soll vor ungewollter Zuordnung, weil …  

---

> [!abstract] M3 Eine biblische Unterscheidung genauer lesen
>
> **Methode:** Satzstarter und Unterstützungsraster (Differenzierung)
>
> ![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/ab8b9bb7-dde0-45ff-b0f9-b721423066c9.webp)
> *Beispielhafte Illustration der Unterrichtsmethode. KI-generiert. CC0*
>

**M3 – Biblische Unterscheidung (Klasse 8/9, Hamburger RUfa)**  
Einzelarbeit – 10 Minuten

**[Matthäus 22,21](https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us22,21)**  
„Da sprachen sie: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“

**Aufgabe**  
Lies den Vers und vervollständige die beiden Satzrahmen. Verwende den Vers und deine eigenen Worte.

1. Der Vers unterscheidet zwischen … und …  
2. Für digitale Glaubensbewertung ist das wichtig, weil …

**Hilfe (Unterstützung – ausführlicher)**  
- Der Vers trennt zwei Bereiche klar voneinander: den öffentlichen Bereich (Kaiser/staatliche Ordnung) und den inneren Bereich (Gott/persönlicher Glaube).  
- Überlege, was das für öffentliche Zuordnungen durch Apps und innere religiöse Überzeugungen bedeuten könnte.  
- Der Vers sagt nicht, dass der eine Bereich unwichtig ist – er sagt nur, dass sie unterschieden werden sollten.

**Satzstarter zur Hilfe**  
- Der Vers unterscheidet zwischen dem öffentlichen Bereich (wie …) und dem inneren Gottesbezug (wie …).  
- Für digitale Glaubensbewertung ist das wichtig, weil …  
- Für digitale Glaubensbewertung ist das wichtig, weil eine Plattform nur den äußeren Teil sehen kann, nicht aber …  

---

> [!abstract] M4 Begründetes Urteil formulieren
>
> **Methode:** Urteil formulieren
>
> ![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/fec69335-771c-48e9-9021-9623e9d2553f.webp)
> *Beispielhafte Illustration der Unterrichtsmethode. KI-generiert. CC0*
>

**M4 – Begründetes Urteil (Klasse 8/9, Hamburger RUfa)**  
Einzelarbeit + Plenum – 12 Minuten

**Ausgangsaussage**  
„Wenn eine Plattform Religion bewertet, sollte das immer erlaubt sein.“

**Aufgabe**  
Schreibe einen kurzen begründeten Urteilssatz. Verwende **mindestens einen** Befund aus M2 und **einen** Gedanken aus deinen Deutungssätzen in M3.

**Beispiel für einen Urteilssatz (nur zur Orientierung, nicht abschreiben):**  
„Ich halte das nicht für immer erlaubt, weil … (Befund aus M2) und weil der Vers in M3 zeigt, dass …“

**Satzstarter zur Hilfe (Unterstützung)**  
- Ich halte das nicht für immer erlaubt, weil … (aus M2) und weil der Vers zeigt, dass … (aus M3).  
- Ich setze die Grenze dort, wo …  
- Eine Plattform sollte das nur dürfen, wenn …  
- Das sollte nicht immer erlaubt sein, da …  

**Zusatzfrage für Erweiterung**  
Ist es ein Unterschied, ob jemand seine religiöse Zugehörigkeit selbst öffentlich macht oder ob eine Plattform sie aus Daten ableitet? (ggf. zweiter Urteilssatz)
