# Stellung beziehen, ohne andere kleinzumachen

Didaktisch verdichteter Unterrichtsimpuls mit Materialien

- Ausgabe: 27. März 2026
- Fach: Religionsunterricht / Ethik
- Zielgruppe: Sek I
- Dauer: 45 Min.

## Didaktische Hinweise

### Didaktische Intention

Ich möchte hier nicht, dass Kinder „die richtige Religion“ finden. Sie sollen merken, dass religiöse Stimmen Orientierung geben können, aber geprüft werden müssen: Trägt ein Standpunkt auch dann noch, wenn andere nicht abgewertet werden? Genau da wird Demokratiebildung im Hamburger RUfa konkret.


### Risiken


### Kompetenzerwartungen

- Die Lernenden können an einem einfachen Konflikt Merkmale von fairem Stellungbeziehen beschreiben.
- Die Lernenden können drei religiöse Deutungsangebote zu Fairness und Zugehörigkeit miteinander vergleichen.
- Die Lernenden können an einer erzählten Szene aus Apostelgeschichte 10,34–35 erklären, woran sich ein veränderter Blick auf andere Menschen zeigt.
- Die Lernenden können eine eigene Position zu der Frage formulieren, wann ein Standpunkt fair ist, und diese mit einem Grund stützen.

### Ablauf

1. **Mit einem kindnahen Konflikt starten (8 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder hören einen kurzen Fall: „In der Pause wird ein Kind ausgeschlossen. Ein anderes Kind sagt: Das ist unfair, ich sage jetzt etwas. Jemand aus der Gruppe antwortet: Aber dann greifst du uns an.“
   Lehrkraft: Sammelt die Antworten an der Tafel und ergänzt bei Bedarf.
   Material: M1
   Ergebnis: ein gemeinsames Tafelbild mit ersten Kriterien wie „helfen“, „nicht beleidigen“, „alle sehen“.

1. **Drei religiöse Deutungen vergleichen (12 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder arbeiten mit kurzen Textausschnitten zu drei religiösen Perspektiven (christlich aus Apostelgeschichte 10,34–35, islamisch aus Sure 49,13 und einer jüdischen Deutung zu Achtung vor jedem Menschen) und notieren in einer einfachen Dreifelderkarte, was jede Perspektive über faires Verhalten sagt und worin sich die Sichtweisen unterscheiden.
   Lehrkraft: Unterstützt bei der Formulierung von Unterschieden und liest die Texte ggf. vor.
   Material: M2
   Ergebnis: eine Vergleichskarte mit drei Feldern und mindestens einem Unterschied, den die Kinder benennen können.

1. **Eine christliche Szene genauer anschauen (10 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder hören die Szene aus Apostelgeschichte 10,34–35 in kindgerechter Kürze und überlegen, was Petrus erkennt und wie sich sein Blick auf andere Menschen verändert.
   Lehrkraft: Erzählt die Szene vor und fragt nach, was sich verändert hat.
   Material: M3
   Ergebnis: ein kurzer Begründungssatz zur Frage, wie sich der Blick auf andere verändert.

1. **Ergebnisse prüfen und ins Gespräch bringen (10 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder vergleichen in Kleingruppen ihre Vergleichskarte mit dem Satz aus der christlichen Szene und nennen einen Gedanken, der für faires Stellungbeziehen hilfreich ist, und eine Grenze („Das hilft, weil …“ / „Das wird schwierig, wenn …“).
   Lehrkraft: Sammelt die Gedanken und schreibt sie an die Tafel.
   Material: M2, M3
   Ergebnis: zwei bis drei gesicherte Gesprächssätze an der Tafel.

1. **Kurz und begründet Position beziehen (5 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder schreiben einen einzigen Satz: „Ein Standpunkt ist fair, wenn …, weil …“. Wer schneller ist, ergänzt: „Dabei darf man nicht …“.
   Lehrkraft: Ermutigt zu klaren Formulierungen.
   Material: M4
   Ergebnis: eine kurze Positionierungskarte für Heft oder Tür.


### Differenzierung

**Unterstützung**
- M1 mit Bildimpuls und Wortbank anbieten. Auf M2 mit Symbolen arbeiten: Herz für „für jemanden einstehen“, Waage für „fair bleiben“, Auge für „Unterschied sehen“. In Schritt 3 reicht ein mündlicher Satz, den die Lehrkraft mitschreibt.

**Erweiterung**
- Stärkere Kinder ergänzen auf M2 eine vierte Spalte: „Was könnte jemand ohne Religion wichtig finden?“ So bleiben nichtreligiöse Perspektiven sichtbar, ohne dass sie als Gegenlager aufgebaut werden.

## Leitfrage

Welche Herausforderung zeigt 'Demokratiebildung.Religionspädagogische Bildung in bewegten Zeiten. In diesem Heft finden...', und wie wird sie ueber 'Schräge Typen – Merkwürdige Begegnungen' fuer die Lerngruppe konkret bearbeitbar? Welche Rolle spielt dabei 'Islamischer Religionsunterricht macht tolerant - WDR' als pruefende oder irritierende Gegenstimme?

## Tagesziel

Aus 'Demokratiebildung.Religionspädagogische Bildung in bewegten Zeiten. In diesem Heft finden...' wird ein Unterrichtsgang, der ueber 'Schräge Typen – Merkwürdige Begegnungen' konkret wird und durch 'Islamischer Religionsunterricht macht tolerant - WDR' reflektiert wird.

## Didaktischer Kern

Ich möchte hier nicht, dass Kinder „die richtige Religion“ finden. Sie sollen merken, dass religiöse Stimmen Orientierung geben können, aber geprüft werden müssen: Trägt ein Standpunkt auch dann noch, wenn andere nicht abgewertet werden? Genau da wird Demokratiebildung im Hamburger RUfa konkret.

## Unterrichtsverlauf

### Einstieg (8 Min.)

Aktivität: Die Kinder hören einen kurzen Fall: „In der Pause wird ein Kind ausgeschlossen. Ein anderes Kind sagt: Das ist unfair, ich sage jetzt etwas. Jemand aus der Gruppe antwortet: Aber dann greifst du uns an.“

- Lehrkraft: Sammelt die Antworten an der Tafel und ergänzt bei Bedarf.
- Sozialform: Partnerarbeit
- Material: M1
- Ergebnis: ein gemeinsames Tafelbild mit ersten Kriterien wie „helfen“, „nicht beleidigen“, „alle sehen“.

### Erarbeitung I (12 Min.)

Aktivität: Die Kinder arbeiten mit kurzen Textausschnitten zu drei religiösen Perspektiven (christlich aus Apostelgeschichte 10,34–35, islamisch aus Sure 49,13 und einer jüdischen Deutung zu Achtung vor jedem Menschen) und notieren in einer einfachen Dreifelderkarte, was jede Perspektive über faires Verhalten sagt und worin sich die Sichtweisen unterscheiden.

- Lehrkraft: Unterstützt bei der Formulierung von Unterschieden und liest die Texte ggf. vor.
- Sozialform: Einzel- oder Partnerarbeit
- Material: M2
- Ergebnis: eine Vergleichskarte mit drei Feldern und mindestens einem Unterschied, den die Kinder benennen können.

### Eine christliche Szene genauer anschauen (10 Min.)

Aktivität: Die Kinder hören die Szene aus Apostelgeschichte 10,34–35 in kindgerechter Kürze und überlegen, was Petrus erkennt und wie sich sein Blick auf andere Menschen verändert.

- Lehrkraft: Erzählt die Szene vor und fragt nach, was sich verändert hat.
- Sozialform: Einzelarbeit
- Material: M3
- Ergebnis: ein kurzer Begründungssatz zur Frage, wie sich der Blick auf andere verändert.

### Sicherung (10 Min.)

Aktivität: Die Kinder vergleichen in Kleingruppen ihre Vergleichskarte mit dem Satz aus der christlichen Szene und nennen einen Gedanken, der für faires Stellungbeziehen hilfreich ist, und eine Grenze („Das hilft, weil …“ / „Das wird schwierig, wenn …“).

- Lehrkraft: Sammelt die Gedanken und schreibt sie an die Tafel.
- Sozialform: Kleingruppenarbeit
- Material: M2, M3
- Ergebnis: zwei bis drei gesicherte Gesprächssätze an der Tafel.

### Kurz und begründet Position beziehen (5 Min.)

Aktivität: Die Kinder schreiben einen einzigen Satz: „Ein Standpunkt ist fair, wenn …, weil …“. Wer schneller ist, ergänzt: „Dabei darf man nicht …“.

- Lehrkraft: Ermutigt zu klaren Formulierungen.
- Sozialform: Einzelarbeit
- Material: M4
- Ergebnis: eine kurze Positionierungskarte für Heft oder Tür.

## Materialien

- M1: Kindnaher Konflikt – Fall und Wortbank
- M2: Vergleichskarte – Drei religiöse Perspektiven
- M3: Christliche Szene genauer – Petrus’ veränderter Blick
- M4: Positionierungskarte – Mein fairer Standpunkt

## Ausgangstext

Ich bleibe heute an einer Frage hängen, die in Grundschulgruppen erstaunlich klar auftaucht, sobald es um Streit, Gruppenregeln oder Ausgrenzung geht: Wie kann ich deutlich sagen, was ich richtig finde, ohne andere kleinzumachen?

Genau deshalb hat mich der Hinweis von [RPI-Virtuell zur Demokratiebildung](https://reliverse.social/@rpi/116209413283420233) angesprochen. Da wird Religion nicht als Zusatzschmuck behandelt, sondern als Ort, an dem Kinder lernen können, Gründe zu prüfen, Unterschiede auszuhalten und Verantwortung für andere mitzudenken. Und das Material [Schräge Typen – Merkwürdige Begegnungen](https://medienzentralen.de/medium/schrge-typen-merkwrdige-begegnungen/8112367a-2ecd-4502-bad1-04556f1e73fa) gibt dafür einen guten erzählenden Zugang: nicht über glatte Heldinnen und Helden, sondern über Menschen, an denen es reibt.

Im Hamburger RUfa ist daran stark, dass ich nicht mit einem abstrakten Demokratiewort einsteigen muss. Ich kann mit einer Situation starten, die für alle Kinder verständlich ist, und dann drei religiöse Deutungen vergleichbar machen, ohne zu behaupten, am Ende würden alle dasselbe sagen. Danach lese ich eine christliche Stimme genauer, hier die Begegnungsszene aus [Apostelgeschichte 10,34–35](https://www.bibleserver.com/Apostelgeschichte10%2C34-35). Dazu ergänze ich als weitere Perspektiven einen kurzen Auszug aus Sure 49,13 sowie eine jüdische Deutung zu Gerechtigkeit und Achtung vor jedem Menschen. So arbeiten die Kinder erst vergleichend und schauen dann eine Binnenperspektive genauer an.

#### INFO: Zielgruppe
Klasse 4 im Hamburger RUfa, plurale Lerngruppe. Die Kinder kennen einfache Gesprächsregeln und können kurze Aussagen miteinander vergleichen. Religiöses Vorwissen ist nicht nötig.

#### CHECK: Kompetenzerwartungen
Die Lernenden können an einem einfachen Konflikt Merkmale von fairem Stellungbeziehen beschreiben.
Die Lernenden können drei religiöse Deutungsangebote zu Fairness und Zugehörigkeit miteinander vergleichen.
Die Lernenden können an einer erzählten Szene aus Apostelgeschichte 10,34–35 erklären, woran sich ein veränderter Blick auf andere Menschen zeigt.
Die Lernenden können eine eigene Position zu der Frage formulieren, wann ein Standpunkt fair ist, und diese mit einem Grund stützen.

#### ABLAUF: Ablauf
1. **Mit einem kindnahen Konflikt starten (8 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder hören einen kurzen Fall: „In der Pause wird ein Kind ausgeschlossen. Ein anderes Kind sagt: Das ist unfair, ich sage jetzt etwas. Jemand aus der Gruppe antwortet: Aber dann greifst du uns an.“
   Lehrkraft: Sammelt die Antworten an der Tafel und ergänzt bei Bedarf.
   Sozialform: Partnerarbeit
   Materialien: M1
   Ergebnis: ein gemeinsames Tafelbild mit ersten Kriterien wie „helfen“, „nicht beleidigen“, „alle sehen“.

2. **Drei religiöse Deutungen vergleichen (12 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder arbeiten mit kurzen Textausschnitten zu drei religiösen Perspektiven (christlich aus Apostelgeschichte 10,34–35, islamisch aus Sure 49,13 und einer jüdischen Deutung zu Achtung vor jedem Menschen) und notieren in einer einfachen Dreifelderkarte, was jede Perspektive über faires Verhalten sagt und worin sich die Sichtweisen unterscheiden.
   Lehrkraft: Unterstützt bei der Formulierung von Unterschieden und liest die Texte ggf. vor.
   Sozialform: Einzel- oder Partnerarbeit
   Materialien: M2
   Ergebnis: eine Vergleichskarte mit drei Feldern und mindestens einem Unterschied, den die Kinder benennen können.

3. **Eine christliche Szene genauer anschauen (10 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder hören die Szene aus Apostelgeschichte 10,34–35 in kindgerechter Kürze und überlegen, was Petrus erkennt und wie sich sein Blick auf andere Menschen verändert.
   Lehrkraft: Erzählt die Szene vor und fragt nach, was sich verändert hat.
   Sozialform: Einzelarbeit
   Materialien: M3
   Ergebnis: ein kurzer Begründungssatz zur Frage, wie sich der Blick auf andere verändert.

4. **Ergebnisse prüfen und ins Gespräch bringen (10 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder vergleichen in Kleingruppen ihre Vergleichskarte mit dem Satz aus der christlichen Szene und nennen einen Gedanken, der für faires Stellungbeziehen hilfreich ist, und eine Grenze („Das hilft, weil …“ / „Das wird schwierig, wenn …“).
   Lehrkraft: Sammelt die Gedanken und schreibt sie an die Tafel.
   Sozialform: Kleingruppenarbeit
   Materialien: M2, M3
   Ergebnis: zwei bis drei gesicherte Gesprächssätze an der Tafel.

5. **Kurz und begründet Position beziehen (5 Min.)**
   Aktivität: Die Kinder schreiben einen einzigen Satz: „Ein Standpunkt ist fair, wenn …, weil …“. Wer schneller ist, ergänzt: „Dabei darf man nicht …“.
   Lehrkraft: Ermutigt zu klaren Formulierungen.
   Sozialform: Einzelarbeit
   Materialien: M4
   Ergebnis: eine kurze Positionierungskarte für Heft oder Tür.

**Materialien:** Die kopierfertigen Materialien (M1, M2 …) findest du am Ende dieser Seite.

#### DIFFERENZIERUNG: Differenzierung
**Unterstützung:** M1 mit Bildimpuls und Wortbank anbieten. Auf M2 mit Symbolen arbeiten: Herz für „für jemanden einstehen“, Waage für „fair bleiben“, Auge für „Unterschied sehen“. In Schritt 3 reicht ein mündlicher Satz, den die Lehrkraft mitschreibt.

**Erweiterung:** Stärkere Kinder ergänzen auf M2 eine vierte Spalte: „Was könnte jemand ohne Religion wichtig finden?“ So bleiben nichtreligiöse Perspektiven sichtbar, ohne dass sie als Gegenlager aufgebaut werden.

#### HINWEIS: Didaktische Intention
Ich möchte hier nicht, dass Kinder „die richtige Religion“ finden. Sie sollen merken, dass religiöse Stimmen Orientierung geben können, aber geprüft werden müssen: Trägt ein Standpunkt auch dann noch, wenn andere nicht abgewertet werden? Genau da wird Demokratiebildung im Hamburger RUfa konkret.

Mich überzeugt an dieser Stunde, dass sie nicht in einer netten Allgemeinheit hängen bleibt. Die Kinder vergleichen wirklich unterschiedliche Stimmen, hören dann eine genauer und müssen am Ende selbst sprachlich knapp werden. Gerade in einer Grundschulgruppe ist dieses kleine Produkt wichtig: Ein Satz wie „Ein Standpunkt ist fair, wenn …, weil …“ zeigt sofort, ob ein Kind nur ein Schlagwort wiederholt oder schon eine tragfähige Begründung gefunden hat.

Gleichzeitig bleibt es dialogisch: Die religiösen Perspektiven werden nicht von außen wie Museumsstücke betrachtet, sondern als echte Antwortversuche auf eine gemeinsame Frage. Für die Lerngruppe trägt vor allem, dass niemand etwas über den eigenen Glauben sagen muss. Alle arbeiten an derselben Sache: an Gründen, Grenzen und daran, wie man in einer pluralen Gruppe fair bleibt.

#### INFO: Quellen und Links
- [Demokratiebildung.Religionspädagogische Bildung in bewegten Zeiten. In diesem Heft finden...](https://reliverse.social/@rpi/116209413283420233) – RPI-Virtuell setzt hier den hilfreichen Rahmen, religiöse Bildung als Beitrag zu Dialog- und Urteilsfähigkeit zu verstehen.
- [Schräge Typen – Merkwürdige Begegnungen](https://medienzentralen.de/medium/schrge-typen-merkwrdige-begegnungen/8112367a-2ecd-4502-bad1-04556f1e73fa) – das Material eröffnet den figuren- und begegnungsnahen Zugang über die Apostelgeschichte.
- [Apostelgeschichte 10,34–35](https://www.bibleserver.com/Apostelgeschichte10%2C34-35) – die Passage nutze ich hier als benannte Bezugsstelle für die christliche Binnenperspektive, ausdrücklich ohne ungeprüftes Direktzitat.

## Netzrauschen
[Islamischer Religionsunterricht macht tolerant - WDR](https://news.google.com/rss/articles/CBMijgFBVV95cUxNUC1XdkoxMGpJNGdqS2x5d0wwVjRTZjIzZi1IeHBhekxWQVBGTmdQTEl1Rk1JTk9kWUxWN3Z3U2Fwbk9pMlNjQm1CbHpXUGVQaHVCME1HRThQc1VaY01TV2c1VEQyMmYtdGVpNlctX056aThkbGJocWZzZnJhYkdPZGg5UTNTa0JLUFNsV2x30gHIAUFVX3lxTE5pMFZiLU1OOXBvOHNOcHZyZEk4SGVuVzNMMUM2V2RaVzNJUkJzU3F1VEVDakozeGNISW9EMUpheVJDUnlhZkRYUVhpelAxMV9vUk4zNzRDMEstdjJnR29lWEZWNDNIRzI0TXN6LUlLMGo0U2ZKVmhiV3VJdjBGc3VDaTNTSE9FdnJEbnF1VXJiYi1jMzJ4OTFsUHJSZFNfNkg5YjdwclVFdzlHME82UkNiRzZzUE5LWHk5TFFEVW9DeWN3OUo5RFZ0?oc=5) – Der WDR setzt mit dieser Überschrift eine starke These: „Islamischer Religionsunterricht mache tolerant“. Als Kurzmeldung ist das interessant, gerade weil die Behauptung so zugespitzt daherkommt.

## Arbeitsmaterialien

#### MATERIAL: M1 Kindnaher Konflikt – Fall und Wortbank

**Methode:** Fallarbeit mit Wortbank / Partnergespräch (faires Verhalten)

![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/b6c1f0d1-9515-4df4-861b-7cc94a61ff67.webp)
*So KOENNTE das Ergebnis aussehen (Beispiel zu einem anderen Thema). Eure Anordnung darf ganz anders sein!*

**Klasse 4 | Hamburger RUfa | Kontexte für alle**  
**Auftrag:** Lies den Fall und besprecht zu zweit: Was wäre ein faires Verhalten? Welche Wörter passen dazu?  

**Fall:**  
In der Pause wird ein Kind ausgeschlossen. Ein anderes Kind sagt: „Das ist unfair, ich sage jetzt etwas.“ Jemand aus der Gruppe antwortet: „Aber dann greifst du uns an.“

**Wortbank (Hilfe):**  
helfen • nicht beleidigen • alle sehen • fair bleiben • zuhören • nicht kleinmachen • mutig sein • Streit klären

**Aufgabe:**  
1. Wähle zwei Wörter aus der Wortbank, die zu einem fairen Verhalten passen.  
2. ***Schreibe einen kurzen Satz:*** „Fair ist, wenn …“
3. ***Notiere eine Grenze:*** „Das wird schwierig, wenn …“

*Tipp für Unterstützung:* Male neben jedes Wort ein kleines Symbol (z. B. Herz, Waage, Auge).

#### MATERIAL: M2 Vergleichskarte – Drei religiöse Perspektiven
**Klasse 4 | Hamburger RUfa | A-Teil**  
**Auftrag:** Lies die drei kurzen Aussagen. Trage in die Karte ein, was jede Perspektive zu fairem Verhalten und Achtung vor anderen sagt. Notiere mindestens einen Unterschied. Verwende die Hilfsfragen unten.

**Drei Perspektiven:**

**Christlich (Apostelgeschichte 10,34–35):**  
Petrus sagt: Gott sieht alle Menschen gleich an. Wer ihn achtet und tut, was recht ist, ist ihm willkommen – egal aus welchem Volk.

**Islamisch (Sure 49,13):**  
„O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch.“

**Jüdische Deutung (als Annäherung):**  
Jeder Mensch ist als Ebenbild Gottes geschaffen. Deshalb verdient jeder Achtung und Gerechtigkeit – auch wenn er anders denkt oder lebt.

**Vergleichskarte:**

| Perspektive | Was sagt sie über faires Verhalten? | Worin unterscheidet sie sich? |
|-------------|-------------------------------------|-------------------------------|
| Christlich  |                                     |                               |
| Islamisch   |                                     |                               |
| Jüdisch     |                                     |                               |

**Hilfsfragen zum Unterschied finden (Unterstützung):**  
- Welche Perspektive spricht mehr von „kennenlernen“?  
- Welche spricht mehr von „Gott achten“?  
- Welche spricht mehr von „alle sind gleich willkommen“?  
Wähle mindestens eine Hilfsfrage und schreibe einen kurzen Unterschiedssatz.

**Zusatzauftrag (Erweiterung):** Ergänze eine vierte Spalte: „Was könnte jemand ohne Religion wichtig finden?“

#### MATERIAL: M3 Christliche Szene genauer – Petrus’ veränderter Blick
**Klasse 4 | Hamburger RUfa | B-Teil (christlich)**  
**Auftrag:** Höre oder lies die kurze Szene. Beantworte die Fragen.

**Kurze Szene (kindgerecht):**  
Petrus war bisher überzeugt: Nur Menschen aus seinem eigenen Volk sind Gott wirklich nah. Dann begegnet er einem römischen Hauptmann, der ein guter Mensch ist. Plötzlich erkennt Petrus: Gott macht keinen Unterschied zwischen den Völkern. Jeder, der gerecht lebt und Gott achtet, ist ihm willkommen. Sein Blick auf „die anderen“ verändert sich.

**Fragen:**
1. Was erkennt Petrus?  
2. Wie verändert sich sein Blick auf andere Menschen?  
3. ***Schreibe einen Satz:*** „Der Blick auf andere wird fairer, wenn …“

*Unterstützung:* Du darfst den Satz auch nur mündlich sagen – die Lehrkraft schreibt ihn auf.

#### MATERIAL: M4 Positionierungskarte – Mein fairer Standpunkt

**Methode:** Positionierungskarte (Mein fairer Standpunkt)

![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/4018edad-c72b-4793-9c08-d70b0bcd914f.webp)
*So KOENNTE das Ergebnis aussehen (Beispiel zu einem anderen Thema). Eure Anordnung darf ganz anders sein!*

**Klasse 4 | Hamburger RUfa | Urteils- und Positionierungsphase**  
**Auftrag:** Schreibe einen einzigen klaren Satz.  

**Satzstarter (wähle einen oder kombiniere):**  
- Ein Standpunkt ist fair, wenn …, weil …  
- Ein Standpunkt ist fair, wenn … Dabei darf man nicht …  
- Fair Stellung beziehen heißt …, weil …

Schreibe deinen Satz gut lesbar auf die Karte. Du kannst sie ins Heft kleben oder an die „Gedanken-Tür“ hängen.  

*Unterstützung:*  
Nutze einen der folgenden Satzanfänge und ende mit einem Grund:  
- Ein Standpunkt ist fair, wenn ich klar sage, was ich denke, weil …  
- Ein Standpunkt ist fair, wenn ich andere nicht kleinmache, weil …  
- Ein Standpunkt ist fair, wenn ich zuhöre und selbst etwas sage, weil …
