# Zwischen Biotonne und Wasserhahn

Didaktisch verdichteter Unterrichtsimpuls mit Materialien

- Ausgabe: 14. März 2026
- Fach: Religionsunterricht / Ethik
- Zielgruppe: Sek I
- Dauer: 45 Min.

## Didaktische Hinweise

### Didaktische Intention

Die Stunde soll schnelle Selbstgewissheit bremsen, ohne Verantwortung kleinzureden. Ethische Urteile werden tragfähiger, wenn die Lernenden zwischen persönlichem Handeln und systemischen Bedingungen unterscheiden.


### Risiken


### Kompetenzerwartungen

- alltagsnahe Umweltfragen als ethische Probleme beschreiben
- individuell verantwortliches Handeln von systemischen Bedingungen unterscheiden
- Aussagen mit Fakten, Werten und Folgen begründen
- Gerechtigkeitsaspekte in Ressourcenfragen benennen
- ein ethisches Urteil zu Umwelt- und Ressourcenfragen begründet formulieren

### Ablauf

1. **Alltagsimpuls und erster Clip (10 Min.)**
   Die Lernenden sehen den Biomüll-Clip und notieren zunächst allein, welche Alltagsregel sie unsicher macht und wer davon betroffen sein könnte.
   Lehrkraft: Hält die Leitfrage „Was kann ich steuern – und was nicht?" sichtbar und sammelt erste Stichworte im Plenum.
   Material: M1
   Ergebnis: Notizen zu Regeln, Unsicherheiten und ersten Verantwortungsfragen.

1. **Zweiter Clip und Perspektivwechsel (8 Min.)**
   Die Lernenden sehen den Trinkwasser-Clip und ergänzen ihre Notizen um systemische Aspekte, die über das eigene Verhalten hinausgehen.
   Lehrkraft: Verbindet beide Clips über die gemeinsame Spannung zwischen Alltagshandeln und größeren Zusammenhängen.
   Material: M1
   Ergebnis: Erweiterte Notizen, die den Wechsel von persönlicher Handlung zur Systemebene sichtbar machen.

1. **Aussagen sortieren und begründen (12 Min.)**
   Die Lernenden erhalten kurze Aussagen zu den beiden Themen und ordnen sie entlang der Achse „eher individuell" versus „auch systemisch", begründen ihre Zuordnung und vergleichen sie mit den Beobachtungen aus den Clips.
   Lehrkraft: Moderiert die Sortierung und achtet darauf, dass Begründungen im Vordergrund bleiben.
   Material: M2
   Ergebnis: Sortierte und begründete Zuordnungen auf einem gemeinsamen Blatt oder der Tischfläche.

1. **Begründung vertiefen und religiöse Perspektiven einbeziehen (10 Min.)**
   Die Lernenden wählen eine Zuordnung aus und arbeiten sie mit dem Gerüst Fakt – Wert – Folge – Gerechtigkeit aus; dabei lesen sie zusätzlich eine kurze biblische Stimme zur Verantwortung für die Schöpfung und vergleichen sie mit anderen religiösen oder nichtreligiösen Begründungen.
   Lehrkraft: Stellt die biblische Perspektive (Gen 2,15) sowie zwei weitere kurze Stimmen bereit und unterstützt bei der Verknüpfung.
   Material: M3
   Ergebnis: Ausgearbeitete Begründung zu einer Aussage mit mindestens zwei verglichenen Perspektiven.

1. **Ins Gespräch kommen und Position beziehen (5 Min.)**
   Die Lernenden stellen ihre Ergebnisse kurz vor und formulieren gemeinsam einen Urteilssatz zur Frage, wie faire Verantwortung in solchen Alltagsthemen aussehen kann.
   Lehrkraft: Sichert zentrale Begriffe und hält den Transfer auf andere Bereiche offen.
   Material: M4
   Ergebnis: Gemeinsam formulierter Urteilssatz mit Transferfrage.


### Differenzierung

**Unterstützung**
- Bei der Sortierung nur vier statt acht Aussagen; im Begründungsschritt nur „Fakt" und „Gerechtigkeit" verpflichtend; Satzstarter und vereinfachte Leitfragen anbieten.

**Erweiterung**
- Zu jeder Zuordnung ein Gegenargument ergänzen; zusätzlich prüfen, wer Kosten und Vorteile trägt; Transferfrage auf systemische Fairness in globalen Zusammenhängen zuspitzen.

## Leitfrage

Welche Herausforderung zeigt 'Was geht noch beim Biomüll?', und wie wird sie ueber 'Was läuft falsch beim Trinkwasser?' fuer die Lerngruppe konkret bearbeitbar? Welche Rolle spielt dabei 'Arbeit' als pruefende oder irritierende Gegenstimme?

## Tagesziel

Aus 'Was geht noch beim Biomüll?' wird ein Unterrichtsgang, der ueber 'Was läuft falsch beim Trinkwasser?' konkret wird und durch 'Arbeit' reflektiert wird.

## Didaktischer Kern

Die Stunde soll schnelle Selbstgewissheit bremsen, ohne Verantwortung kleinzureden. Ethische Urteile werden tragfähiger, wenn die Lernenden zwischen persönlichem Handeln und systemischen Bedingungen unterscheiden.

## Unterrichtsverlauf

### Einstieg (10 Min.)

Die Lernenden sehen den Biomüll-Clip und notieren zunächst allein, welche Alltagsregel sie unsicher macht und wer davon betroffen sein könnte.

- Lehrkraft: Hält die Leitfrage „Was kann ich steuern – und was nicht?" sichtbar und sammelt erste Stichworte im Plenum.
- Sozialform: Einzelarbeit → Plenum
- Material: M1
- Ergebnis: Notizen zu Regeln, Unsicherheiten und ersten Verantwortungsfragen.

### Zweiter Clip und Perspektivwechsel (8 Min.)

Die Lernenden sehen den Trinkwasser-Clip und ergänzen ihre Notizen um systemische Aspekte, die über das eigene Verhalten hinausgehen.

- Lehrkraft: Verbindet beide Clips über die gemeinsame Spannung zwischen Alltagshandeln und größeren Zusammenhängen.
- Sozialform: Einzelarbeit → Plenum
- Material: M1
- Ergebnis: Erweiterte Notizen, die den Wechsel von persönlicher Handlung zur Systemebene sichtbar machen.

### Aussagen sortieren und begründen (12 Min.)

Die Lernenden erhalten kurze Aussagen zu den beiden Themen und ordnen sie entlang der Achse „eher individuell" versus „auch systemisch", begründen ihre Zuordnung und vergleichen sie mit den Beobachtungen aus den Clips.

- Lehrkraft: Moderiert die Sortierung und achtet darauf, dass Begründungen im Vordergrund bleiben.
- Sozialform: Partnerarbeit
- Material: M2
- Ergebnis: Sortierte und begründete Zuordnungen auf einem gemeinsamen Blatt oder der Tischfläche.

### Begründung vertiefen und religiöse Perspektiven einbeziehen (10 Min.)

Die Lernenden wählen eine Zuordnung aus und arbeiten sie mit dem Gerüst Fakt – Wert – Folge – Gerechtigkeit aus; dabei lesen sie zusätzlich eine kurze biblische Stimme zur Verantwortung für die Schöpfung und vergleichen sie mit anderen religiösen oder nichtreligiösen Begründungen.

- Lehrkraft: Stellt die biblische Perspektive (Gen 2,15) sowie zwei weitere kurze Stimmen bereit und unterstützt bei der Verknüpfung.
- Sozialform: Partner- oder Gruppenarbeit
- Material: M3
- Ergebnis: Ausgearbeitete Begründung zu einer Aussage mit mindestens zwei verglichenen Perspektiven.

### Sicherung (5 Min.)

Die Lernenden stellen ihre Ergebnisse kurz vor und formulieren gemeinsam einen Urteilssatz zur Frage, wie faire Verantwortung in solchen Alltagsthemen aussehen kann.

- Lehrkraft: Sichert zentrale Begriffe und hält den Transfer auf andere Bereiche offen.
- Sozialform: Plenum
- Material: M4
- Ergebnis: Gemeinsam formulierter Urteilssatz mit Transferfrage.

## Materialien

- M1: Alltagsnotizen zu Biomüll und Trinkwasser
- M2: Aussagen zum Sortieren – individuell oder systemisch?
- M3: Begründungsgerüst mit biblischer Stimme
- M4: Gemeinsamer Urteilssatz

## Ausgangstext

Ich merke bei diesem Material sofort, wie schnell aus einer scheinbar kleinen Alltagsfrage eine echte ethische Schärfe wird. Genau das brauche ich in der Sek II: nicht die nächste Moralregel, sondern einen Anlass, an dem Verantwortung, System und Gerechtigkeit nebeneinander sichtbar werden.

Biotonne und Wasserhahn sind dafür ein starkes Paar: erst die Frage „Was gehört wohin?", dann die Ressource, die im Alltag wie selbstverständlich wirkt. Und dann kippt beides – nicht zu „Schuld und Moral", sondern zu der genaueren Frage: **Wer trägt welche Folgen, und wer hat welche Handlungsspielräume?** Für den Religionsunterricht passt das, weil die Lernenden nicht nur urteilen, sondern Begriffe und Begründungen sortieren lernen und dabei unterschiedliche religiöse und nichtreligiöse Sichtweisen vergleichbar machen.

#### HINWEIS: Didaktische Intention
Die Stunde soll schnelle Selbstgewissheit bremsen, ohne Verantwortung kleinzureden. Ethische Urteile werden tragfähiger, wenn die Lernenden zwischen persönlichem Handeln und systemischen Bedingungen unterscheiden.

#### INFO: Zielgruppe
Sek II an einer Hamburger Stadtteilschule. Die Lerngruppe braucht keine Vorwissenssicherheit in Umweltethik, aber die Bereitschaft, kurze Videoimpulse auszuhalten, Aussagen zu ordnen und Begründungen nachvollziehbar zu formulieren.

#### CHECK: Kompetenzerwartungen
- alltagsnahe Umweltfragen als ethische Probleme beschreiben
- individuell verantwortliches Handeln von systemischen Bedingungen unterscheiden
- Aussagen mit Fakten, Werten und Folgen begründen
- Gerechtigkeitsaspekte in Ressourcenfragen benennen
- ein ethisches Urteil zu Umwelt- und Ressourcenfragen begründet formulieren

#### ABLAUF: Ablauf
1. **Alltagsimpuls und erster Clip (10 min)**
Die Lernenden sehen den Biomüll-Clip und notieren zunächst allein, welche Alltagsregel sie unsicher macht und wer davon betroffen sein könnte.  
Lehrkraft: Hält die Leitfrage „Was kann ich steuern – und was nicht?" sichtbar und sammelt erste Stichworte im Plenum.  
Sozialform: Einzelarbeit → Plenum  
Materialien: M1  
Ergebnis: Notizen zu Regeln, Unsicherheiten und ersten Verantwortungsfragen.

2. **Zweiter Clip und Perspektivwechsel (8 min)**
Die Lernenden sehen den Trinkwasser-Clip und ergänzen ihre Notizen um systemische Aspekte, die über das eigene Verhalten hinausgehen.  
Lehrkraft: Verbindet beide Clips über die gemeinsame Spannung zwischen Alltagshandeln und größeren Zusammenhängen.  
Sozialform: Einzelarbeit → Plenum  
Materialien: M1  
Ergebnis: Erweiterte Notizen, die den Wechsel von persönlicher Handlung zur Systemebene sichtbar machen.

3. **Aussagen sortieren und begründen (12 min)**
Die Lernenden erhalten kurze Aussagen zu den beiden Themen und ordnen sie entlang der Achse „eher individuell" versus „auch systemisch", begründen ihre Zuordnung und vergleichen sie mit den Beobachtungen aus den Clips.  
Lehrkraft: Moderiert die Sortierung und achtet darauf, dass Begründungen im Vordergrund bleiben.  
Sozialform: Partnerarbeit  
Materialien: M2  
Ergebnis: Sortierte und begründete Zuordnungen auf einem gemeinsamen Blatt oder der Tischfläche.

4. **Begründung vertiefen und religiöse Perspektiven einbeziehen (10 min)**
Die Lernenden wählen eine Zuordnung aus und arbeiten sie mit dem Gerüst Fakt – Wert – Folge – Gerechtigkeit aus; dabei lesen sie zusätzlich eine kurze biblische Stimme zur Verantwortung für die Schöpfung und vergleichen sie mit anderen religiösen oder nichtreligiösen Begründungen.  
Lehrkraft: Stellt die biblische Perspektive (Gen 2,15) sowie zwei weitere kurze Stimmen bereit und unterstützt bei der Verknüpfung.  
Sozialform: Partner- oder Gruppenarbeit  
Materialien: M3  
Ergebnis: Ausgearbeitete Begründung zu einer Aussage mit mindestens zwei verglichenen Perspektiven.

5. **Ins Gespräch kommen und Position beziehen (5 min)**
Die Lernenden stellen ihre Ergebnisse kurz vor und formulieren gemeinsam einen Urteilssatz zur Frage, wie faire Verantwortung in solchen Alltagsthemen aussehen kann.  
Lehrkraft: Sichert zentrale Begriffe und hält den Transfer auf andere Bereiche offen.  
Sozialform: Plenum  
Materialien: M4  
Ergebnis: Gemeinsam formulierter Urteilssatz mit Transferfrage.

#### CLOCK: ⏱ Zeitmanagement
Die Stunde ist ambitioniert. Wenn Phase 4 im Zeitdruck gerät:
- **Reduktion:** Nur „Fakt" und „Gerechtigkeit" verpflichtend bearbeiten lassen; „Wert" und „Folge" als Optional.
- **Alternative:** Die Perspektivenarbeit (biblische Stimme + weitere Stimme) als eigenständige kurze Präsentation nach der Begründung.
- **Zeitersparnis:** M3 kann auch als Hausaufgabe angebahnt werden, wenn Phase 5 für die Sicherung reichen soll.

*Was nicht gestrichen werden sollte: Der Perspektivenvergleich bleibt der Moment, in dem die RUfa-Kompetenz D greifbar wird.*

#### EXTEND: 🔚 Optionale Vertiefung (falls Zeit bleibt)
Wenn die Lernenden zügig arbeiten und Phase 5 vor dem Klingeln abschließen:
- **Transferandeutung:** Die Transferfrage aus M4 bereits mündlich stellen und auf Kleidung, Ernährung oder Mobilität anspielen.
- **M4 als Weiterführung:** Den gemeinsamen Urteilssatz als Hausaufgabe mitgeben für die nächste Stunde.
- **Kontroverse vertiefen:** Eine der Aussagen aus M2 mit Gegenargument als Zusatzaufgabe anbieten.

#### DIFFERENZIERUNG: Differenzierung
**Unterstützung:**  
Bei der Sortierung nur vier statt acht Aussagen; im Begründungsschritt nur „Fakt" und „Gerechtigkeit" verpflichtend; Satzstarter und vereinfachte Leitfragen anbieten.

**Erweiterung:**  
Zu jeder Zuordnung ein Gegenargument ergänzen; zusätzlich prüfen, wer Kosten und Vorteile trägt; Transferfrage auf systemische Fairness in globalen Zusammenhängen zuspitzen.

Die biblische Perspektive, dass der Mensch den Garten „bebauen und bewahren" soll, macht für viele sofort deutlich, dass Verantwortung nicht nur individuell, sondern auch gemeinschaftlich und zukunftsbezogen gedacht werden kann. Das gibt der Stunde eine klare Binnenvertiefung, ohne dass jemand seine persönliche Haltung preisgeben muss. Danach kommen die Lernenden ins Gespräch über weitere religiöse und nichtreligiöse Sichtweisen und positionieren sich begründet.

#### INFO: Quellen und Links
- [Was geht noch beim Biomüll?](https://planet-schule.de/schwerpunkt/the-green-garage/green-garage-biomuell-film-100.html) – Planet Schule / Green Garage, direkter Anlass für die Einstiegsfrage nach Alltagsverantwortung.  
- [Was läuft falsch beim Trinkwasser?](https://planet-schule.de/schwerpunkt/the-green-garage/green-garage-trinkwasser-film-100.html) – Planet Schule / Green Garage, verschiebt den Blick von der Alltagshandlung zur Systemfrage.  
- Genesis 2,15 („Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bebaue und bewahrte.") als kurze Binnenperspektive zur Verantwortung.

#### HINWEIS: Hinweis zum Perspektivenvergleich
In M3 werden zwei Stimmen zur Auswahl gestellt: eine „nichtreligiöse, individualistische" und eine „religiöse, gemeinschaftliche" Perspektive. Dies ist eine vereinfachte Zuordnung für den Überblick. Achte im Unterrichtsgespräch darauf:
- Es gibt auch säkulare Positionen, die systemisch argumentieren (z.B. Verhaltensökonomie, Strukturpolitik).
- Es gibt auch religiöse Stimmen, die primär individuell mahnen (z.B. persönliche Verantwortung vor Gott).
- Die Zuordnung dient als Einstiegshilfe, nicht als abschließende Typologie.

## Arbeitsmaterialien

#### MATERIAL: M1 Alltagsnotizen zu Biomüll und Trinkwasser
**Jahrgang:** Sek II | **Modulfeld:** Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit | **Kompetenzfokus:** Orientierungskompetenz (R,G) + Urteilskompetenz (U)  
**Auftrag**  
Schau dir den Film „[Was geht noch beim Biomüll?](https://planet-schule.de/schwerpunkt/the-green-garage/green-garage-biomuell-film-100.html)" an und notiere allein:  
1. Welche Alltagsregel zum Biomüll macht dich unsicher?  
2. Wer könnte von dieser Unsicherheit betroffen sein?  
  
Ergänze danach beim Film „[Was läuft falsch beim Trinkwasser?](https://planet-schule.de/schwerpunkt/the-green-garage/green-garage-trinkwasser-film-100.html)":  
3. Welche systemischen Aspekte (über mein eigenes Verhalten hinaus) spielen hier eine Rolle?  
  
**Satzstarter**  
- Mich macht unsicher, dass …  
- Davon könnten besonders … betroffen sein, weil …  
- Über mein eigenes Handeln hinaus geht es auch um …  
  
**Link zum ersten Film:** https://planet-schule.de/schwerpunkt/the-green-garage/green-garage-biomuell-film-100.html  
**Link zum zweiten Film:** https://planet-schule.de/schwerpunkt/the-green-garage/green-garage-trinkwasser-film-100.html

#### MATERIAL: M2 Aussagen zum Sortieren – individuell oder systemisch?

**Methode:** Partnerarbeit (Prüffragen & Verantwortung klären)

![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/b7548458-6e4f-4b98-8042-3714ac250b35.webp)

**Jahrgang:** Sek II | **Modulfeld:** Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit | **Kompetenzfokus:** Dialogkompetenz (D) + Urteilskompetenz (U)  
**Auftrag**  
Ordnet die acht Aussagen gemeinsam in Partnerarbeit auf einer Achse ein:  
**eher individuell**  ←→  **auch systemisch**  
Begründet jede Zuordnung mit mindestens einem Satz.  
  
**Aussagen**  
1. „Jeder sollte seinen Biomüll richtig trennen, dann wäre das Problem schon halb gelöst."  
2. „In manchen Städten gibt es gar keine Biotonne – da kann ich als Einzelner wenig machen."  
3. „Wasser sparen im Alltag ist wichtig, auch wenn ich nur wenig verbrauche."  
4. „Landwirtschaft und Industrie verbrauchen viel mehr Wasser als Privathaushalte."  
5. „Wer Lebensmittel wegwirft, sollte ein schlechtes Gewissen haben."  
6. „Supermärkte und die Lebensmittelindustrie vernichten riesige Mengen, bevor sie überhaupt im Laden sind."  
7. „Ich kann mich entscheiden, weniger Fleisch zu essen und damit meinen CO₂-Fußabdruck zu senken."  
8. „Die Massentierhaltung und ihre Methan-Emissionen sind ein systemisches Problem, das politisch gelöst werden muss."  
  
**Tipp zur Begründung**  
Nutzt die Formulierungen: „Das ist eher individuell, weil …" oder „Das ist auch systemisch, weil …"

#### MATERIAL: M3 Begründungsgerüst mit biblischer Stimme

**Methode:** Begründungsgerüst mit Perspektivenvergleich (Fakt–Wert–Folge–Gerechtigkeit)

![Methodenbeispiel](https://relipuls.de/storage/614287aa-b61c-48b4-8f88-42c789f726ca.webp)

**Jahrgang:** Sek II | **Modulfeld:** Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit | **Kompetenzfokus:** Urteilskompetenz (U) + Dialogkompetenz (D)  
**Auftrag**  
Wählt eine Zuordnung aus M2 aus. Bearbeitet sie mit dem folgenden Gerüst und vergleicht sie mit der biblischen Perspektive.  
  
**Gerüst**  
- **Fakt * :** Was ist hier sachlich der Fall?  
- **Wert:** Welcher Wert oder welche Verantwortung steht dahinter?  
- **Folge:** Welche Folgen hat das für Menschen, Umwelt oder zukünftige Generationen?  
- **Gerechtigkeit * :** Wer trägt die Lasten, wer hat die Handlungsspielräume?  
  _* Pflicht_
  
**Biblische Stimme (Genesis 2,15)**  
„Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bebaue und bewahrte."  
  
**Weitere kurze Stimmen zur Auswahl** (wählt mindestens eine weitere):  
A) „Umweltschutz ist vor allem eine Frage persönlicher Gewohnheiten und Konsumentscheidungen." (nichtreligiöse, individualistische Perspektive)  
B) „Die Verantwortung für die Schöpfung ist eine gemeinschaftliche und gesellschaftliche Aufgabe, nicht nur eine private." (religiöse, gemeinschaftliche Perspektive)  
  
**Abschlussfrage**  
Inwiefern stimmt die biblische Perspektive mit eurer Zuordnung überein oder widerspricht ihr? Formuliert einen begründeten Satz.

#### MATERIAL: M4 Gemeinsamer Urteilssatz

**Methode:** Gemeinsamer Urteilssatz im Plenum


**Jahrgang:** Sek II | **Modulfeld:** Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit | **Kompetenzfokus:** Urteilskompetenz (U)  
**Auftrag**  
Stellt eure Ergebnisse aus M3 kurz vor. Formuliert dann gemeinsam im Plenum einen Urteilssatz zur Frage:  
**Wie kann faire Verantwortung in Alltagsthemen wie Biomüll und Trinkwasser aussehen?**  
  
**Satzstarter für den gemeinsamen Urteilssatz**  
- Faire Verantwortung bedeutet, dass …  
- Es reicht nicht aus, nur … zu tun, sondern wir brauchen auch …  
- Zwischen persönlichem Handeln und systemischen Veränderungen sollte …  
  
**Transferfrage** (für die Tafel)  
Auf welche anderen Alltagsthemen (Kleidung, Ernährung, Mobilität) lässt sich dieser Urteilssatz übertragen?

## Netzrauschen

[Arbeit](https://medienzentralen.de/medium/arbeit/21cc40ae-e34d-4fd9-9043-9e62707f07d2) – ein anschlussfähiger Beitrag von medienzentralen.de, wenn ich das Thema später in Richtung Leistung, Lebenszeit oder gerechte Verteilung von Lasten weiterziehen will.

[Einsamkeit – Wir reden darunter](https://planet-schule.de/schwerpunkt/neuneinhalb-fuer-dich-mittendrin/neuneinhalb-einsamkeit-100.html) – ein Beitrag von Planet Schule, thematisch stark für Gemeinschaft und Verletzlichkeit, für diese Stunde jedoch zu weit weg von der Klimafrage im Alltag.
