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I wish I was dead already

“Ich wünschte, ich wäre schon tot”: Das sagte US-Sängerin Lana Del Rey in einem Interview. Der frühe Tod von Kurt Cobain und Amy Winehouse habe etwas “Glamouröses”. – Spiegel.de

Man kann zu der Dame, ihrer gelangweilt-schwermütigen und nahezu exklusiv aus Zitaten bestehenden Musik und dem Niveau ihrer Äußerungen stehen wie man will – sie ist hip und erfolgreich, vielleicht eine der wenigen musikalischen Konzept-Künstlerinnen unserer Zeit, eine “weise Greisin”, die “der Melancholie des Moments die perfekte Stimme und schönste Form” verleiht (FAZ) – und viele junge Menschen sehen sie als Vorbild und werden so auch von diesen Worten nicht unberührt bleiben…

Es ist ja nicht neu: Todessehnsucht ist ein Motiv, das der populären Kultur schon lange vertraut ist – schon Goethes Werther führte zu einer drastisch erhöhten Zahl von Selbstmorden und Selbstmordversuchen.

Natürlich und dennoch sind Worte wie die Del Reys nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, gerade in der Pubertät geraten junge Menschen häufig in Krisensituationen, begründet z.B. in Konflikten mit den Eltern, in Beziehungsdesastern oder in für sie nicht erfüllbaren Leistungsanforderungen. Vielleicht gehört die Idee, sich das Leben zu nehmen, sogar systemisch respektive entwicklungspsychologisch in diesen Kontext der Adoleszenz?

Autor: MatthiasHeil

Lehrkraft für Katholische Religion und Englisch an der Winfriedschule Fulda; Assistent, IT- und Ausbildungsbeauftragter am Studienseminar für Gymnasien in Fulda. - Kontakt: Mail, Twitter

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