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#dietotenkommen

„Mama, warum sind da Särge?”
„Weil auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer Flüchtlinge ertrinken.”

In Berlin und anderen Großstädten legt die Initiative “#dietotenkommen” symbolische Grabstätten als Mahnmale an. In Köln läuteten in 230 Kirchen die Glocken zur Erinnerung an die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge. “Es reicht nicht, abends vor den Fernsehschirmen zu weinen, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken, und am nächsten Morgen eine Gedenkminute abzuhalten” sagt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
Wie reagierst du im Religionsunterricht auf die Flüchtlingstragödie?
Was sind mögliche Handlungsformen für Schülerinnen und Schüler?

11 Kommentare

  1. Jörg Lohrer

    23/06/2015 @ 8:10

    Einige Ideen finden sich bereits im Blogartikel “400” auf relipuls, darüber hinaus hat rpi-virtuell zwei Themenseiten “Flüchtlinge” erstellt: Für den Primar-/Elementarbereich und für Sek I / Sek II / Erwachsenenbildung.
    Das frühe Christentum war auch deshalb attraktiv, weil es eine würdige Bestattungskultur pflegte. Lesenswert im Kontext der symbolischen Grabstätten finde ich den Blogbeitrag (Rauten)kreuz mitten in der Gesellschaft: “Die Verbundenheit von Menschen rechtfertigt auch das intuitive Empfinden, an den Grenzen von Leben und Tod im Konfliktfall gegen rechtliche Regelungen des Staates aufzubegehren.”

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  2. Im Relikurs meiner 8. Klasse haben wir mit diesem Artikel von webcompetent.org gearbeitet:
    Der letzte Bus – Eine Fluchtgeschichte
    Schüsse fallen, Hunde bellen. Koffer werden abgestellt, ein Bus fährt durch den Wald. Eine Gestalt hetzt zwischen Bäumen hindurch. Die Jagd ist eröffnet und die Tiere warten auf den Bus, der sie retten soll.
    Auf der Flucht zählt nicht wer man ist. Die Geschichte ist immer die gleiche und trotzdem bleibt jeder er selbst. Eigentlich zählt nichts mehr und doch zählt alles. Eine wortlose Fabel über Flucht und Vertreibung, über Mitgefühl und Angst, über Mut und Hoffnung.
    http://webcompetent.org/?p=4043

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  3. Und wir haben im Kurs gemeinsam dieses Buch von Janne Teller gelesen: “Krieg – Stell dir vor, er wäre hier”.
    Die einzelnen Abschnitte haben wir in einem Blog schriftlich kommentiert und darüber auch unsere Fragen und Ideen ausgetauscht. Am Ende jede Stunde gab es immer auch mündliche Reflexionsphasen im Plenum.

    Über das Buch
    Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa. Faschistische Diktaturen sind an der Macht. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erfährt Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Jeden Tag sehnt er sich zurück nach seinem Zuhause. Doch wo ist das?

    Mehr lesen und weitere Unterrichtsmaterialien: http://www.lehrer-online.de/1018423.php

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  4. Am vergangenen Sonntag hat Papst Franziskus das Turiner Grabtuch besucht. Dabei sagte er unter anderem, dass es ein Symbol für alle verfolgten Menschen sei (Quelle: http://www.heute.de/papapst-franziskus-besucht-turiner-grabtuch-und-mahnt-zur-solidaritaet-mit-leidenden-und-verfolgten-38958146.html ). Weiterhin beklagte er, der Umgang mit Flüchtlingen sei “zum Weinen”. Insofern dürfte der Papst einige Sympathien für die im Artikel vorgestellte Initiative haben.

    a) Recherchiert Belege des vom Papst beklagten schlechten Umgangs und verlinkt/kommentiert/diskutiert… sie auf der dunklen Hälfte des hier vorbereiteten Padlets: http://de.padlet.com/MatthiasHeil/b7ex986jz2yw

    b) Sucht ebenso nach Gegenbeispielen, die zeigen, dass es auch gute Begegnungen, positive Erfahrungen für und mit Flüchtlingen gibt. Verlinkt/kommentiert/diskutiert… diese auf der hellen Hälfte des Padlets.

    c) Ergänzt das Padlet um Dankgebete und Fürbitten, die sich auf eure Funde beziehen.

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    • Reinhard Weber

      24/06/2015 @ 14:27

      Die aktuellen Kriege könnte man auf einer Landkarte suchen oder gleich mal auf eine Infografik produzieren.

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