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Was ist Wahrheit?

Lügen, flunkern, täuschen, schwindeln, manipulieren, verfälschen, ….
Wie lassen sich Wahrheit und Schein unterscheiden?

Religionspädagogische Impulse, Herausforderungen und methodische Ideen bitte in die Kommentare

4 Kommentare

  1. Suche Bilder und Zitate, welche für dich gut ausdrücken, was “Wahrheit” und was “Lüge” sein kann. Erstelle mit Hilfe eines Online-Tools wie Fotor (http://www.fotor.com/features/collage.html) eine Collage, verteile sie über die Netzwerke und sammle Kommentare zu deinem Werk. Inwiefern verändern diese deine ursprüngliche Sicht von “Wahrheit” und Lüge”?

    Suche drei möglichst unterschiedliche Zitate zum Thema “Lügen” (z.B. auf http://zitate.net/l%C3%BCgen.html ) und drei zum Thema “Wahrheit” (z.B. auf http://zitate.net/wahrheiten.html ), die dich ansprechen. Entwickle eine kurze Geschichte, welche die Zitate veranschaulicht. Tausche deine Geschichten mit anderen aus und überprüfe, ob sie sie in vergleichbarer Weise verstehen wie du.

    In Johannes 18,38 sagt Jesus gegenüber Pilatus, er sei in die Welt gekommen, um Zeugnis für die Wahrheit abzulegen. Darauf fragt Pilatus (müde? genervt? verzweifelt?) nur “Was ist Wahrheit?”. Entwickle ein Gespräch zwischen Jesus und Pilatus, in dem beide ihre Sicht von Wahrheit darlegen. – Ergänzend kannst du künstlerische Darstellungen der Szene suchen (Startpunkt: http://www.wikiwand.com/de/Was_ist_Wahrheit%3F ) und mit prägnanten Sprechblasen versehen.

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  2. Jörg Lohrer

    19/03/2015 @ 9:26

    Folgendes Beispiel stammt von Dietrich Bonhoeffer:

    “Ein Kind wird von seinem Lehrer vor der Klasse gefragt, ob es wahr sei, dass sein Vater oft betrunken nach Hause komme? Es ist wahr, aber das Kind verneint es. Es ist durch die Frage des Lehrers in eine Situation gebracht, der es noch nicht gewachsen ist. Es empfindet nur, dass hier ein unberechtigter Einbruch in die Ordnung der Familie erfolgt, den es abwehren muss. Was in der Familie vorgeht, gehört nicht vor die Ohren der Schulklasse. Die Familie hat ihr eigenes Geheimnis, das sie zu wahren hat. Der Lehrer hat die Wirklichkeit dieser Ordnung missachtet. Das Kind müsste nun in seiner Antwort einen Weg finden, auf dem die Ordnung der Familie und der Schule in gleicher Weise gewahrt bliebe. Es kann das noch nicht, es fehlt ihm die Erfahrung, die Erkenntnis und die Fähigkeit des rechten Ausdrucks. Indem es die Frage des Lehrers einfach verneint, wird die Antwort zwar unwahr, aber sie gibt doch zugleich der Wahrheit Ausdruck, dass die Familie eine Ordnung sui generis [= eigener Art] ist, in die der Lehrer nicht berechtigt war, einzudringen. Man kann nun zwar die Antwort des Kindes eine Lüge nennen; trotzdem enthält diese Lüge mehr Wahrheit, d.h. sie ist der Wirklichkeit gemäßer, als wenn das Kind die Schwäche seines Vaters vor der Schulklasse preisgegeben hätte. Dem Maße seiner Erkenntnis nach hat das Kind richtig gehandelt. Die Schuld als Lüge fällt allein auf den Lehrer zurück.”

    Dietrich Bonhoeffer: Ethik, zusammengestellt und herausgegeben von Eberhard Bethge, Chr. Kaiser Verlag, München 81975 (1949). S.390.

    Einen kompetenzorientiertes Unterrichtsmodell am Beispiel einer Doppelstunde in Klasse 10 gibt es dazu hier.

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  3. Oft scheint etwas auf den ersten Blick wahr zu sein, aber dann…

    Wirklich wichtig bei der Wahrheitsfindung ist, wie sehr will ich denn die Wahrheit wirklich wissen?

    Interessiert mich die Wahrheit, oder möchte ich doch eher vor allem in Ruhe gelassen werden…

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