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70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

Auschwitz-Birkenau war das größte NS-Vernichtungslager. Mindestens 1,1 Millionen Menschen wurden hier während des Zweiten Weltkriegs ermordet.
Wie gehen die Überlebenden mit der Erinnerung um? Wie und wo wird in diesen Tagen der Toten gedacht? Wie entwickelt sich das Verhältnis der Deutschen zum Holocaust?
Impulse für den Religionsunterricht und die Gemeindepädagogik bitte in die Kommentare!

8 Kommentare

  1. Jörg Lohrer

    27/01/2015 @ 17:19

    Der Holocaust ist Teil aller Lehr- und Bildungspläne, vor allem die kirchengeschichtlichen Anteile an antijüdischen und antisemitischen Vorurteilen und das Verhalten der Kirchen während der Verfolgungen. rpi-virtuell stellt umfangreiche Themenseiten zu Holocaust, Antisemitismus und Judenverfolgung bereit, die sowohl Hintergrundinformationen als auch Medien, Praxishilfen und Unterichtsimpulse geben.

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    • Man kann, da sich alle Lager gleichen. Nur die Dimensionen versteht man vor Ort erst wirklich. Deshalb sollten so viele wie möglich mal hinfahren, möglichst mit entsprechender Vor- und Nachbereitung.

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  2. Jana Paßler

    28/01/2015 @ 16:45

    Ich bin der festen Überzeugung, dass man zwar aus der Ferne durchaus etwas lernen kann, aber die direkte Konfrontation und persönliche Auseinandersetzung vor Ort durch nichts zu ersetzen ist.
    Ich fahre jedes Jahr mit ca. 50 SchülerInnen nach Krakau und Auschwitz, das ist die Studienreise, die Andreas erwähnt und verlinkt hat. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Veränderungen in den TeilnehmerInnen vor sich gehen und welche Transferleistungen zustande kommen. In einem Jahr wurde z.B. eine Schülerin, die etwas “anstrengend” war, von allen anderen ausgegrenzt. Das änderte sich schlagartig nach der Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Den SchülerInnen wurde bewusst, dass sie selbst in ihrem Alltag andere Menschen beurteilen und verurteilen.
    Hinzu kommt, dass viele Jugendliche durch übermäßigen Medienkonsum abgestumpft sind. Eine Schwarz-Weiß-Dokumentation auf einem kleinen alten Fernseher im stickigen Klassenzimmer berührt sie teilweise kaum noch, Texte auf Papier schon gar nicht. Direkt vor Ort, wenn sie in den Räumen und Baracken stehen und der Guide ihnen erklärt, unter welchen unbeschreiblich grausamen Bedingungen die Menschen leben mussten, können sie sich einer Auseinandersetzung gar nicht mehr entziehen.
    Deshalb empfehle ich allen KollegInnen, eine solche Studienfahrt möglich zu machen. Zugegeben, es ist ein sehr großer Aufwand, aber er ist nichts im Vergleich zu den Ergebnissen. Die SchülerInnen werden Sie überraschen, das kann ich Ihnen garantieren! Soweit möglich stehe ich stehe jedem gern zur Verfügung, der Informationen möchte oder Unterstützung bei der Organisation (und der Beschaffung von Fördermitteln) benötigt.

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    • Ich setze mal noch den Kommentar von Elisabeth dazu:
      Elisabeth Günther sagte am 9. März 2013 um 20:34 :

      Kaum ein Jahr später lese ich mir diese Artikel erneut durch und merke erst jetzt, wie sehr mich diese Fahrt geprägt hat. Es war eine Reise ins Unbekannte und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich nicht vor dieser Reise gefürchtet hätte. Die Ungewissheit, was ich sehen und erleben würde, war groß. Wie würde ich reagieren, wenn ich an dem Ort stehe, an dem vielen unschuldigen Menschen das Leben genommen wurde? Würde ich mich schuldig fühlen, für die Verbrechen, die die Deutschen begangen haben?
      Den ganzen Kommentar hier lesen: https://erinnernfuerdiezukunft.wordpress.com/2012/04/18/das-ganze-lager-ist-ein-friedhof/#comment-9

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