9 Kommentare

  1. Jörg Lohrer

    09/12/2014 @ 16:34

    Menschenrechte umfassen das Recht auf Gleichheit, Sicherheit, Freiheit, soziales Leben und Existenzsicherung und sollten universell gelten. Auf Grund unterschiedlicher kultureller Prägungen und Gesellschaftsformen ist die weltweite Anerkennung allerdings umstritten.
    rpi-virtuell stellt hier eine Themenseite “Menschenrechte” bereit, die mit Hintergrundinformationen, Praxishilfen, Medien und Unterrichtsentwürfen einen umfangreichen Einstieg in das Thema bietet.

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  2. Hervorragende Filmtipps samt methodischer Anregungen bietet die letzten Monat durch die Fachstelle der Erzdiözese München und Freising herausgegebene Broschüre “Filme zum Thema Menschenrechte” von Franz Haider – hier das PDF.

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  3. “Behindert, oder was?!”
    Weltweit müssen 650 Mio. Menschen, 10% der Weltbevölkerung und größte Minderheit, mit einer Behinderung leben. (wikipedia)
    Die UN-Behindertenrechtskonvention trat 2008 in Kraft. Auch Deutschland hat dieses Übereinkommen ratifiziert und will den Weg in eine inklusive Gesellschaft weisen.
    In der Broschüre “Verschieden und doch gemeinsam” sind Momentaufnahmen inklusiver Arbeit der EKKW zu finden – das macht Mut, Ausgrenzung zu vermeiden und Teilhabe zu ermöglichen. Nicht zuletzt geht es dabei um die eigene Haltung! [zur Broschüre]

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  4. Amazing Grace – Hymne der afrikanischen Sklaven
    1. Der wohl bekannteste Gospel-Song erlebte im 19.Jh. eine ungeheure Verbreitung. Das Lied “gab den Sklaven die Hoffnung, ja die Gewissheit, dass sie sich auf die Gnade Gottes verlassen konnten, dass sie erlöst würden aus der Unterdrückung, dass Ihnen ein Leben in Freiheit verheißen sei.” (K. Sauerbeck)
    Durch die Arbeit mit dem Lied und seiner Entstehungsgeschichte im RU werden zentrale Aspekte des christlichen Glaubens deutlich. Das pti Kassel stellt Unterrichtsanregungen zur Verfügung:[zum Material]
    2. Den Text von “Amazing Grace” schrieb 1773 ein ehemaliger britischer Sklavenkapitän. Dieser John Newton wurde später Pfarrer der anglikanischen Kirche. Ein Chor-Musical erzählt seine dramatische Lebensgeschichte und wurde vor kurzem in Kassel auf dem Gospelkirchentag uraufgeführt. [zur Reportage]

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  5. Folter im Dienst der nationalen Sicherheit?!
    Obama trat seinen Dienst als US-Präsident mit einem klaren Bekenntnis zu Menschenrechten an. Davon sei nicht mehr viel übrig geblieben, meint die ZEIT.
    Ein Senatsbericht enthüllt nun schockierende Details über CIA-Folter. [Video]

    Aufgaben:
    1. Argumentiere mit Hilfe der Menschenrechte gegen Folter!
    2. Formuliert in Partnerarbeit anhand der “Kurzform der Menschenrechte” jeweils ein konkretes Beispiel, in dem Menschen Unrecht getan wird.
    2.a Zur Methode: Ihr könnt dies auch anhand einer Foto-Story oder eines kurzen (Handy-)Clips präsentieren. Prämiert die Ergebnisse und begründet eure Entscheidung!

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  6. Wenn es konkret wird, wird es kompliziert. Was heißt beispielsweise “Menschenrecht auf Existenzsicherung“?
    Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat 2010 den Zugang zu sauberem Wasser als grundlegendes Menschenrecht anerkannt. Problematisch ist dabei, dass Menschenrechte nicht einklagbar sind. Doch ohne Wasser ist ein Menschenrecht auf Leben ein leeres Versprechen und eine billige Vertröstung.
    Doch wie kommt das Wasser zu den Menschen? Wie kann man seine Bedeutung ökonomisch messen? Kann man die Infrastruktur für die Wasserversorgung an private Firmen geben? Darf man damit Geld verdienen? Wie begegnet man den unterschiedlichen Fragen nach Gerechtigkeit?
    Also -> Wem gehört das Wasser?

    http://youtu.be/GpH3Oph2XbU

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  7. Ein hervorragender Werbespot zum Thema Gender, Homophobie hat dieses Jahr den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis gewonnen. “Finde den Fehler” gewann in der Kategorie Amateur und gibt einen guten Einstieg ins Thema:

    http://youtu.be/-9h9oWhcNJs

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  8. Weitere ausgewählte Filme vom Downloadportal der Katholischen und Evangelischen Medienzentralen:

    Bon Voyage
    Trickfilm – Schweiz 2011
    Laufzeit: 6 Minuten
    Empfohlen: ab 14 Jahren – Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG
    Beschreibung: Dutzende Menschen, die ihr Land verlassen wollen, klettern auf einen überfüllten Pritschenwagen. Auf ihrer Reise durch die Wüste und über das Meer gehen viele verloren. Einer kommt durch. Doch gerettet ist er nicht. Vielmehr sieht er sich nun einer ganz anderen Art von Härte gegenüber: Eine Behörde, die über seine Aufnahme zu entscheiden hat. Der Ausgang des Films bleibt offen. –
    Link: http://www.medienzentralen.de/medium11131/Bon-Voyage

    Camp 14
    Dokumentarfilm – Deutschland 2012
    Laufzeit: 101 Minuten
    Empfohlen: ab 14 Jahren – FSK ab 12 freigegeben
    Beschreibung: Shin Dong-Hyuk wird am 19. November 1983 als Kind zweier Häftlinge im nordkoreanischen Umerziehungslager Camp 14 geboren. Vom Tage seiner Geburt an ist er ein politischer Gefangener. Seine gesamte Kindheit und Jugend verbringt er im Straflager der härtesten Kategorie: Zwangsarbeit seit seinem 6. Lebensjahr, Hunger, Schläge und Folter bestimmen seinen Alltag. Ständig sind die Häftlinge der Willkür der Wärter ausgesetzt und vom Tode bedroht. Shin hat keine Ahnung von der Welt außerhalb der Stacheldrahtzäune. Er glaubt, dass alle Menschen so leben würden. Erst mit 23 Jahren gelingt ihm durch einen Zufall die Flucht. Eine monatelange Odyssee führt ihn durch Nordkorea nach China und schließlich nach Südkorea. Doch angekommen ist Shin in der Freiheit bis heute nicht. Seine Seele lebe nach wie vor in Gefangenschaft, sagt er. Und in Momenten der Einsamkeit wünscht er sich zurück. Zurück nach Nordkorea in das feste Gefüge des Lagers.
    “Camp 14 – Total Control Zone” erzählt von Stationen des dramatischen Lebenswegs von Shin Dong-Hyuk. Animationen lassen Schlüsselszenen seiner Erinnerung lebendig werden. Es gelingt Regisseur Marc Wiese auch, zwei Täter vor die Kamera zu holen.
    Katholischer Medienpreis 2014
    1. Preis Deutscher Menschenrechtsfilm-Preis 2014 in der Kategorie “Langfilm”
    Die Online-Fassung enthält Zusatzmaterial über Camp 14.
    Link: http://www.medienzentralen.de/medium32749/Camp-14

    KAvi
    Kurzspielfilm – Indien, USA 2009
    Laufzeit: 19 Minuten
    Empfohlen: ab 10 Jahren – Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG
    Beschreibung: Der zehnjährige Kavi aus der Region Maharashtra in Indien arbeitet zusammen mit seinen Eltern in einer Fabrik zur Herstellung von Ziegelsteinen. Die Arbeit ist hart, sie geht von morgens bis abends, sieben Tage die Woche, ohne Freizeit oder die Möglichkeit, das Fabrikgelände zu verlassen. Denn die Fabrikarbeiter schulden dem Eigentümer der Fabrik Geld so wie Kavis Vater. Um die Schulden bezahlen zu können, steht die ganze Familie auf unbestimmte Zeit unter Schuldknechtschaft, einer modernen Form der Sklaverei. Kavis größter Wunsch ist es, ein ganz normales Leben führen zu können, so wie die Kinder, die auf ihrem Schulweg täglich am Fabrikgelände vorbeikommen und Cricket spielen. Mit falschen Versprechungen und unterschwelligen Drohungen versucht der Fabrikbesitzer mit Unterstützung des Aufsehers, seinen „schnellsten Arbeiter“ Kavi anzuhalten, noch mehr zu schuften. Da entdeckt Kavi beim Schuttabladen zwei Männer in Fabriknähe, die mit ihm reden und ihm angeblich helfen wollen. Weil Kavi unerlaubt das Fabrikgelände verlassen hat, wird er vom Besitzer zur Rede gestellt, vom Aufseher verprügelt und an eine Eisenkette gefesselt. Unterdessen tauchen die beiden Männer, die sich als Sozialarbeiter entpuppen, in Begleitung von Polizisten erneut auf, um die illegalen Arbeitssklaven zu befreien. Doch diese wurden zusammen mit Kavis Eltern kurz zuvor an einen unbekannten Ort gebracht. Kavi, der in einem alten Schuppen zunächst unentdeckt bleibt und immer noch angekettet ist, sieht jetzt seine letzte Chance, um vielleicht doch noch seinem Schicksal zu entkommen.
    Link: http://www.medienzentralen.de/medium11215/Kavi

    Verkauft – Kindersklaven in einer globalisierten Welt
    Dokumentarfilm – Deutschland 2009
    Laufzeit: 29 Minuten
    Empfohlen: ab 14 Jahren – Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG
    Beschreibung: Sie klopfen Pflastersteine, hantieren mit gefährlichen Chemikalien oder schuften Tag und Nacht in fensterlosen Kellerräumen – auch für deutsche Kunden. Kinder sind die billigsten Arbeitskräfte des 21. Jahrhunderts. Von ihren Eltern verkauft oder von Schleppern entführt, produzieren sie unter menschenunwürdigen Bedingungen Billigwaren für einen globalisierten Markt. Der Film zeigt Schicksale von Kindersklaven in Indien. Doch die Suche nach den Verantwortlichen führt bis Deutschland und beweist, wie erschreckend eng deutsche Firmen mit diesen Lebensläufen verknüpft sind. — Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2008 in der Kategorie “Bildung”.
    Link: http://www.medienzentralen.de/medium48/Verkauft

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