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Tuğçe – Zivilcourage

Tuğçe Albayrak * 28.11.1991 † 28.11.2014 wurde am frühen Morgen des 15. November 2014 von einem jungen Mann angegegriffen, nachdem sie möglicherweise einen Streit schlichten wollte.
„Wo andere Menschen wegschauten, hat Tuğçe in beispielhafter Weise Mut und Zivilcourage bewiesen“ schrieb der Bundespräsident in seinem Kondolenzschreiben an die Familie.

8 Kommentare

  1. Jörg Lohrer

    01/12/2014 @ 14:48

    Aufgabe:
    Recherchiere zum Namen “Tuğçe” und seiner Bedeutung im Internet – Trage auch Informationen zusammen, die Tuğçe beschreiben oder ihr zugeschrieben werden. Visualisiere deine Recherche und erstelle Kriterien für die Wahrheit der Ergebnisse.

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  2. Hier mal wieder einige Hinweise und Tipps auf Medien für den Unterricht aus dem Medienportal der Katholischen und Evangelischen Kirchen*:

    Auf der Strecke
    Kurzspielfilm – Deutschland, Schweiz 2007
    Laufzeit: 30 Minuten
    Empfohlen: ab 14 Jahren – Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG
    Beschreibung:Rolf ist Warenhausdetektiv und sitzt die meiste Zeit vor den Bildschirmen der Überwachungskameras. Die dienen ihm nicht nur zur Observation von Verdächtigen, sondern auch von Sarah – einer hübschen Buchhändlerin. Dank der Kameras schafft er es nach Arbeitsschluss meist auch auf die gleiche S-Bahn wie sie und bekommt so immerhin hie und da ein Lächeln geschenkt. Bis zu dem Tag, an dem ein Mann sie begleitet und die Ereignisse sich überstürzen: Die Enttäuschung ist Rolf ins Gesicht geschrieben. Ebenso seine verstohlene Schadenfreude, als die beiden sich streiten und Sarah Hals über Kopf aussteigt. Der Mann wird daraufhin von drei Jugendlichen angepöbelt. Als die handgreiflich werden, suchen die wenigen Fahrgäste im selben Wagen – ein älteres Ehepaar und auch Rolf nach kurzem Zögern – an der nächsten Station das Weite. Am nächsten Tag dann die ernüchternde Nachricht: Der Mann war Sarahs Bruder, und er hat die Prügelei nicht überlebt.
    Direktlink: http://www.medienzentralen.de/medium313/Auf-der-Strecke

    Soft
    Kurzspielfilm – Großbritannien 2007
    Laufzeit: 14 Minuten
    Empfohlen: ab 14 Jahren – FSK ab 12 freigegeben
    Beschreibung: Scott, ein 16 Jahre alter Junge, wird Opfer einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit einer siebenköpfigen Jugendgang. Die Gang filmt den Überfall mit Handycams (das sogenannte Happy Slapping) und Scott wird zunehmend gemobbt. Zu Hause kann sich Scott seinem Vater zunächst nicht anvertrauen. Erst als dieser selbst vor einem Kiosk Opfer eines ähnliches Angriffs derselben Gang wird, kommt es zu einem Gespräch zwischen Vater und Sohn, in dem die Ängste des Vaters ebenso offenbar werden wie die Erschrockenheit des Jungen über die Unfähigkeit seines Vaters, sich in einer solchen Konfliktsituation angemessen zu verhalten. Die Situation eskaliert, als die Gang vor dem Haus auftaucht und vor den Augen von Vater und Sohn randaliert. Zunächst gelähmt von seiner Angst handelt der Vater schließlich im Affekt und wird vor dem Haus erneut niedergeschlagen. Erst das ebenso mutige wie verzweifelte Eingreifen Scotts, der den Anführer der Gang mit einem Kricketschläger niederschlägt und die Gang in die Flucht schlägt, beendet die Auseinandersetzung.
    Direktlink: http://www.medienzentralen.de/medium194/Soft

    Stiller Löwe
    Kurzspielfilm – Deutschland 2013
    Laufzeit: 6 Minuten
    Empfohlen: ab 14 Jahren – Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG
    Beschreibung: Der gehörlose Severin verbringt den Abend in einem Club, in dem Live-Rockmusik gespielt wird. Er bewegt sich zu den Bässen, die er spüren kann. Dabei fällt er Nadja auf, die in direkt anspricht, aber dann zurückweicht, da sie seine Gebärden nicht versteht. Auf dem Heimweg beobachtet Severin einen Schlägertrupp, der einen Obdachlosen verprügelt und greift ein.
    Direktlink: http://www.medienzentralen.de/medium28760/Stiller-Loewe

    und noch ein Klassiker:
    Schwarzfahrer
    Kurzspielfilm – Deutschland 1992
    Laufzeit: 12 Minuten
    Empfohlen: ab 10 Jahren – FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung
    Beschreibung: Eine ältere Dame beschimpft in der Straßenbahn einen schwarzen Amerikaner als “Neger” und überschüttet ihn mit den gängigen Vorurteilen gegenüber Asylanten und Aussiedlern. Die mitfahrenden Gäste hören mit – und tun nichts. Als ein Kontrolleur zusteigt und die Fahrscheine zu kontrollieren beginnt, passiert es … und das Blatt wendet sich.
    Direktlink: http://www.medienzentralen.de/medium195/Schwarzfahrer

    * unter http://www.medienzentralen.de . Die empfohlenen Filme stehen evtl. nicht in jeder Landeskirche zur Verfügung.

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  3. “Friedensstifter”
    Ein Projekt für Jugendliche, die Gewalt erkennen, benennen und überwinden wollen. Hier können sie Wege zu gewaltfreien Lösungen einüben und ihre Identität stärken.
    Bereits 2010 als Best Practice Projekt in der EKD ausgezeichnet und zur Nachahmung in allen Landeskirchen empfohlen.
    Fortbildungen gibt es nicht nur für Jugendliche und Konfis, sondern auch für Lehrer/Pfarrer und ganze Klassen! Weitere Informationen auf den Seiten der EKKW.

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  4. Simone Wustrack

    02/12/2014 @ 11:28

    Tuğçes Eingreifen und die Folgen rütteln weitere Fragen wach: Für andere Menschen einzustehen, eigenen Ängsten zu begegnen und in gefahrvollen Situationen blitzschnell zu entscheiden, was für einen selbst richtig und wichtig ist, ist nicht einfach. Zu den Motiven der Hilfsbereitschaft gibt folgender Artikel einen kurzen Einblick: http://www.karman.rwth-aachen.de/archiv/ausgabe-101/was-motiviert-menschen-anderen-zu-helfen.html. Daran anschließend ist es sinnvoll, an eigene Erfahrungen und Situationen zu gehen und eventuell eigenes Handeln im Rollenspiel zu üben.

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  5. Pingback: Tuğçe zeigt Zivilcourage – und bezahlt mit dem Leben | Ebiblog

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