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Erntedank

In allen Kulturen und Religionen gibt es Bräuche, die Ernte als Gottesgeschenk zu betrachten und zu feiern. Das Erntedankfest bietet die Möglichkeit, die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und der Schöpfung Gottes zu reflektieren, Dankbarkeit gestaltend einzuüben und Rituale und Bräuche zu erleben.

 

12 Kommentare

  1. Und wie gehen wir mit Lebensmitteln um?

    “Jahr für Jahr landen in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von circa 25 Milliarden € von der Lebensmittelherstellung bis zum Privathaushalt im Müll. Um diese Menge zu transportieren sind 275.000 Sattelschlepper notwendig. Hintereinander gestellt ergibt das die Strecke von Düsseldorf nach Lissabon und zurück. Hinzu kommen weitere ein bis zwei Millionen Tonnen Lebensmittelverluste, die in der Landwirtschaft entstehen… ” (Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen)

    Informiert euch über weitere erschreckende Details zur Lebensmittelverschwendung (z.B. hier : http://www.vz-nrw.de/Lebensmittelverschwendung ) und erstellt aufklärende Poster, die ihr in eurer Schule oder in eurer Kirche aufhängen könnt.

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  2. Der “Küchentisch” verspricht und garantiert Leben durch Nahrung und Schutz, den die Angehörigen schenken. Er steht symbolisch für Geborgenheit schlechthin. Kein Essen oder Streit am Küchentisch sind große Katastrophen.
    Claus Westermann unterschied im Alten Testament zwischen Texten einer prophetischen Religion, die dem Volk und seiner Geschichte gilt und Texten einer Segensreligion, die darauf vertraut, dass Mehl und Öl nicht ausgehen. Sie stellt sich als eine Geborgenheits-Religion dar, die alle Menschen auf elementare Weise verbindet und die im AT bestätigt wird.
    Vgl. Markus Buntfuß/Gerhard Rau, Küchentisch/Geborgenheit, in: Dietrich Korsch(Lars Charbonnier (Hg.), Der verborgene Sinn, Religiöse Dimensionen des Alltags, Göttingen 2008, S. 263f.

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  3. Wenn man den Gedanken einer Geborgenheits-Religion aufnehmen will, dann könnte man mit Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen vom Küchentisch reflektieren, eine Ausstellung über Küchentische entwickeln zu Erntedank Geschichten vom Küchentisch erfinden.
    Küchentisch

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  4. Brigitte Weißenfeldt

    01/10/2014 @ 21:15

    Hilfreiche Unterrichtsimpulse für die Grundschule gibt es in:
    – Grundschule Religion Nr. 32, Erntedank, Friedrich Verlag 2010
    – Anne Klaaßen (Hrg.): Kompetenzorientierter Religionsunterricht in der GS, Bildungshaus
    Grundschulverlage, 2013

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  5. 1. Sammelt und analysiert Tischgebete: Was steckt dahinter?

    2. Folgender Filmbeitrag soll laut Titel “sprachlos” machen. Werdet sprachfähig, indem ihr die zenrale Aussageabsicht herausarbeitet, eure eigenen Essgewohnheiten überprüft und mögliche Konsequenzen für den Alltag bedenkt: Link

    3. Organisiert ein gemeinsames Essen, bei dem ihr euch bewusst Zeit für die Zubereitung nehmt und schon beim Einkauf auf die Herkunft achtet!

    4. Formuliert selbst Tischgebete oder einen kleinen Redebeitrag zur aufgetischten Mahlzeit!

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  6. Cordula Simon

    02/10/2014 @ 7:26

    Hier ist eine schöne Meditation zum Bild : „Die Erde trägt uns alle“

    Das Bild findet man in: RELIGIONSPÄDAGOGISCHE PRAXIS 1978/1: Erde, gute Erde, du trägst uns alle: Pflanzen, Tiere, Menschen. Alle trägst du sie. Landshut 1978.

    Das Bild von der Erde schaut uns an.
    Es will uns etwas sagen.
    Damit wir es hören, müssen wir nun ganz still werden.
    Mach es dir bequem – sei ganz leise und ruhig.
    Spüre deinen Atem. Höre dein Herz schlagen.
    Konzentriere dich und höre gut zu.

    Schau dir das Bild das vor dir liegt genau an.
    Du kannst sehr viel entdecken.
    Du kannst die Sonne sehen – das helle Licht umschließt die Erde. Es kann die Erde berühren.
    Die Sonne gibt uns Wärme, Licht und Kraft
    Ohne sie würde es kein Leben auf der Erde geben, es könnte nichts wachsen, nichts reifen,
    wir könnten nichts ernten.

    Das Wasser, der Regen fällt auf die Erde,
    dringt in die Erde ein und macht sie feucht und weich.
    Die Wurzeln, Zwiebeln und Samen nehmen den Regen auf und beginnen zu wachsen.

    Aus einem kleinen braunen Kern ist ein mächtiger Baum gewachsen, er steht tief in der Erde.
    Er trägt viele Früchte für uns,
    rote, knackige, saftige Äpfel. So viele Farben sind an ihm, grün, gelb, rot.

    Und die vielen bunten Blumen dort, sie blühen in voller Pracht.
    Aus einem kleinen schwarzen Kern wächst diese große, schöne Sonnenblume.
    Wir können uns an ihr freuen.

    Aus dem nächsten Korn wächst eine schöne Ähre.
    Aus ihr kann der Müller Mehl mahlen, der Bäcker backt daraus Brot. Von dieser kleinen Ähre bekommen wir unser tägliches Brot, von dem wir satt werden.

    In der Erde wächst noch viel mehr, schaut euch nur um.
    In der Erde wachsen die Karotten, die Kartoffeln und die Zwiebeln, all das, was wir zum täglichen Leben brauchen. Alles schmeckt so gut.

    Die Kinder auf der Erde dort laufen und springen, sie spielen und graben in der Erde.
    Sie beobachten die Tiere, die auf der Erde leben und krabbeln, oder sich in ihr verstecken.

    In der Erde wachsen so viele Früchte, die wir für unsere Nahrung brauchen
    Gott hat viel dafür getan, dass alles so schön gewachsen ist. Wir sind reich beschenkt.
    In dieser Herbstzeit, in dieser Erntezeit, in dieser Ernte – DANK – Zeit
    Darum wollen wir ihm danken.

    Für all das wollen wir unserem Gott unseren Dank sagen

    (von S.Wehn – Unterrichtsentwurf Ernte.doc)

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  7. Cornelia Gerhards-Velde

    02/10/2014 @ 10:22

    Gestaltet euren eigenen ‘Erntedankaltar’, indem ihr im Umfeld der Schule oder nachmittags Früchte aller Art in der Natur sammelt (Kastanien, Eicheln, bunte Herbstblätter, Hagebutten, Herbstblumen, Äpfel usw.) und diese auf einem Tisch aufbaut.

    Schreibt ein Elfchen zum Thema ‘Ernte’!

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  8. Los geht`s!

    Um “Danke” zu sagen, brauchst du nur eine Sekunde.
    Dankbarkeit kann durch ganz viele Sekunden aber auch zu einer richtigen Bewegung werden.
    Wie das funktioniert, zeigt die Aktion “Danksekunde“!

    Welche Ideen hast du?

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