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Kein Kopftuch bei der Arbeit im christlichen Krankenhaus

Angemessen, unfair oder schlichtwegs unverschämt? Bei einem konfessionellen Arbeitgeber angestellte Krankenschwestern müssen im Dienst ihr Kopftuch abnehmen. So entschied dieser Tage das Bundesarbeitsgericht Erfurt (vgl. z.B. Spiegel Online, FAZ.NET und Welt.de. – Zur Begründung hieß es, Mitarbeitende kirchlicher Einrichtungen seien zur neutralem Verhalten verpflichtet, welche mit dem Tragen des Kopftuchs als Symbol der Zugehörigkeit zum Islam nicht zu vereinbaren sei… – (Bild: Roland Ster via photopin cc)

Autor: MatthiasHeil

Lehrkraft für Katholische Religion und Englisch an der Winfriedschule Fulda; Assistent, IT- und Ausbildungsbeauftragter am Studienseminar für Gymnasien in Fulda. - Kontakt: Mail, Twitter

5 Kommentare

  1. Wenn eine Mitarbeiterin ohne Kopftuch angestellt wird und so auch arbeitet mit Kunden- bzw. Patientenkontakt, dann muss ein Arbeitgeber doch nicht das plötzliche Kopftuch-Tragen akzeptieren. In Berufen, in denen der Mitarbeiter den Arbeitgeber nach außen repräsentiert, in denen man also erkennbar für den Dienstgeber steht, darf dieser Loyalität erwarten. Und ein muslimisches Kopftuch ist erkennbar nicht-christlich.
    Mich würde interessieren, woher die neue Lust am Kopftuch bei der Klägerin kam.

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    • Die Sache mit der Loyalität will mir nur bedingt einleuchten. Ich dachte immer, dass sie sich auf das berufliche Engagement bezieht, also darauf, wie ich die Firma voranbringe und sie in Bezug auf die Dienstleistung repräsentiere. Mein Bekenntnis oder meine Weltanschauung sind doch da erst mal außen vor. Wie ist denn mit den Konfessionslosen?

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  2. Wenn der Arbeitsort eine Kirche oder eine Beratungstelle ist, leuchtet mir das Set ein: Ein Pfarrer, der aus der Kirche austritt und dann noch predigen will, ist sicher problematisch.
    Aber bei Krankenhäusern? Wo es um Pflege geht?
    Hat da jemand eine weiterführende Idee?

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  3. Geht das Kopftuch alle an?
    1. Recherchiere, ob sich auch die jüdisch-christliche Überlieferung zum “Kopftuch” äußert.
    2. Diskutiere, ob die in diesem Zusammenhang häufig angeführte Sure 24,31 ein Kopftuch-Gebot darstellt!
    3. Margot Kässmann verbindet in ihrem Artikel die Kopftuchdebatte mit dem Thema “Gleichberechtigung”: Inwiefern?

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