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Ebola: Mehr als eine medizinische Herausforderung

2014 erlebt die Welt den größten Ausbruch des Ebola-Virus. Die Epidemie breitet sich rasant aus. Die WHO sagt, dass sich womöglich Tausende mit dem Virus anstecken werden, nicht nur in Afrika. Apokalyptik oder Zeit der Hoffnung?

Darf man noch nicht erprobte Medikamente einsetzen? Dürfen Pharmakonzerne daran verdienen? Wer bezahlt die Forschung? Was treibt Ärzte und Krankenpfleger an, die sich freiwillig zum Einsatz melden? Was erleben die Kranken auf den Stationen? Gibt es eine Zeit danach? Kann man dort nur sterben? Was sagen die Seelsorger? Kann man trösten? Und wie?

Diese Fragen können nicht allein den Ärzten gestellt werden. Ebola ist mehr als eine medizinische Frage.

15 Kommentare

  1. Jörg Lohrer

    09/09/2014 @ 9:55

    Die gesamte Menschheit auszurotten ist das Ziel des Spiels “Plague Inc.” (deutsch Android und iOS). Das Spiel führt eindrucksvoll die Dynamik der Verbreitung von Krankheitserregern und die weltweiten Zusammenhänge vor Augen. Wie reagiert die Menschheit auf die Epidemie? Was ist gewonnen, wenn eine Krankheit besonders tödlich verläuft? Was soll man ernst nehmen und welchen Informationen trauen die Menschen? Solche und weitere Fragen, können aufgrund der Spielerfahrung miteinander reflektiert werden.

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    • Das Spiel in der Schule zu spielen, scheint mir eine echte Herausforderung zu sein. Die Frage ist – denke ich – nicht, ob es erlaubt ist, “maximale Zerstörung” zu kreieren und mit ihr zu “spielen, sondern welche Reflektionsebenen möglich sind, um die Erfahrungen einzuordnen.

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    • Ich hab das Spiel jetzt geladen und werde es testen. Die Spielidee, die Perspektive lehne ich ab, halte ich eigentlich kaum aus. Mal sehen, ob trotzdem daran etwas zu lernen ist.

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    • Eine andere Frage stellt sich: ist Ebola von Menschen “gemacht” – wie die Bakterien und Viren im Spiel? Oder ist Ebola so etwas wie ein “natürliches Phänomen”?

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    • ebola1

      Ich habe in der Mittagspause die Spielanleitung geprüft und verstanden, dass man im Spiel Kreator oder Schöpfer einer Krankheit ist. Das hat mich auf die Frage gebracht, ob Gott tatsächlich das Ebola-Virus erschaffen hat und wie vor diesem Hintergrund die Epidemie einzuordnen wäre.

      Didaktische Frage: Wie kommt man mit diesem Screenshot an die elementaren Fragen ran?

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  2. “Einen Waldbrand mit Sprühflaschen löschen?!”

    1. Kleingruppe: Kannst du dir vorstellen, vor Ort durch deine Hilfe die Not zu lindern? Notiere und strukturiere deine Empfindungen und Argumente auf einem Plakat.

    2. Partnerarbeit: Recherchiert die Organisation, Geschichte und Struktur der Einsätze von “MSF” (http://de.wikipedia.org/wiki/Ärzte_ohne_Grenzen; http://www.aerzte-ohne-grenzen.de)

    3. Großgruppe: Diskutiert das Engagement der Hilfsorganisationen auf dem Hintergrund euer anfangs erstellten Plakate!

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  3. Wir Christen glauben an einen liebenden Gott. Warum aber lässt der gute Gott uns leiden? Gleich ein paar Antwortversuche.

    * Welche Arten von Leid kannst du unterscheiden?
    * Welche Antwort findest du gut, welche nicht (siehe unten)? Warum bzw. warum nicht?
    * Formuliere eine eigene Antwort auf diese Frage

    1) Das Leid ist durch den menschlichen Ungehorsam gegenüber Gott in die Welt gekommen. Durch die Sünde ist die gute Schöpfungsordnung Gottes gestört worden. Deshalb sind die Menschen immer wieder eine Quelle böser Taten. Auch die Natur ist teilweise verdorben (siehe z. B. Naturkatastrophen).
    Kurz gesagt: Der Mensch trägt die ganze Schuld für das Leid

    2) Das Leid hat eine gute Funktion. Die Menschen werden durch Gott erzogen und geprüft. So wird ihr Glaube gereinigt und gestärkt. Das Leid ist also wichtig für die Reifung der Menschen.

    3) Gott hat die bestmögliche Welt erschaffen. Das Leid einzelner darf nicht isoliert vom Gesamtsystem der Lebewesen und der Welt insgesamt betrachtet werden. Von dieser höheren Warte aus betrachtet sind Begrenzung, Zerstörung und Tod sinnvoll. Die Schöpfung insgesamt gesehen ist also perfekt und die bestmögliche.

    4) Gott hat die Menschen frei erschaffen (lieben können nämlich nur freie Menschen, da Liebe nur freiwillig geschenkt werden kann) und sich somit selbst beschränkt. Er ist also kein “allmächtiger” Gott mehr. Zur Freiheit gehört aber auch die Möglichkeit, sich für das Böse zu entscheiden. Da Gott die Freiheit der Menschen respektiert, muss er alles zulassen, was sie tun (auch das Leid). Er kann nur wirken, wenn ihm die Menschen Raum geben.
    Das Leid ist also der Preis der Freiheit bzw. der Liebe.
    Gott ist aber den Menschen nahe und leidet mit ihnen mit, ja, im Leiden Jesu leidet Gott selbst. Wer könnte aber einem Gott, der selbst leidet, noch das Leid vorwerfen?

    5) Warum sollen die Menschen angesichts des Leides Gott verteidigen und ihn rechtfertigen? Das können sie gar nicht. Gott muss sich einstmals selbst rechtfertigen, warum es das Leid gibt. Die Antwort ist er uns noch schuldig.

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  4. Lucas Kersten

    17/09/2014 @ 21:32

    In dem Computer- bzw. Handyspiel „Plague Inc.“ von Ndemic Creations kann man eine eigene Seuche erschaffen, mit der man anschließend die Welt ausrotten muss, indem man die Seuche mutiert. Es lassen sich verschiedene Aspekte mithilfe von DNS-Punkten mutieren, z.B. Kälteresistenz ½ oder ein Symptom wie Übelkeit oder Husten. Man kann auch Seuchen nachstellen, wie z.B. die Pest.

    Dieses Spiel ist erschreckend realistisch und sehr strategisch, da man dort die Menschen ausrotten muss. Die Menschen werden aber, wenn die Seuche entdeckt wurde, versuchen ein Heilmittel gegen sie zu erforschen. Außerdem werden sie Grenzen, Flughäfen und Häfen der einzelnen Länder schließen, sodass man dieses Land nicht mehr infizieren kann, wenn es vorher noch nicht infiziert wurde. Man muss also taktisch an die Sache ran gehen. Der Spieler sollte sich immer zuerst auf die Verbreitung der Seuche konzentrieren, bevor er anschließend, wenn die ganze Welt infiziert wurde, die Seuche die Menschen töten lässt.

    In dem Spiel kann man sich zwischen verschiedenen Seuchen entscheiden, darunter Bakterie, Virus, Pilz oder Biowaffe, welche auch wieder verschiedene Eigenschaften haben. Die Bakterie ist der einfachste Seuchentyp mit keinen besonderen Eigenschaften. Dagegen z.B. hat der Virus eine besondere Eigenschaft: Wenn man einen Aspekt zurückentwickeln möchte, kostet es DNS-Punkte, bei einer Bakterie dagegen bekommt man welche wieder.

    Man kann auch verschiedene Schwierigkeitsgrade einstellen: Einfach, Normal, Brutal und Mega-Brutal. Bei Einfach wäscht sich niemand die Hände, Forscher arbeiten nicht und Kranke werden umarmt. Bei normal allerdings waschen sich 67.3% der Personen die Hände, Ärzte arbeiten 3 Tage pro Woche und Kranke werden ignoriert. Das steigert sich dann, bis man bei Mega-Brutal als Laie keine Chance mehr hat.

    Ich finde dieses Spiel ein gutes Spiel, da man hierbei auch taktisch heran gehen muss (nicht so wie bei „Shootern“, bei denen man nur drauf los schießt). Außerdem fördert dieses Spiel das Denkvermögen. Ich bin der Meinung, Plague Inc. Ist gut für den Unterricht geeignet, da dort das Denken gefördert wird und es vielen Jugendlichen bestimmt Spaß macht eine eigene Seuche zu kreieren. Allerdings kostet es auf iOS-Systemen, sowie auf dem Computer Geld (0,99€ bzw. 13,99€; kostenlos aus Android-Systemen), was das Spiel aber wert ist.

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  5. Lucas Kersten

    17/09/2014 @ 21:33

    Am Anfang fühlt man sich mächtig, da man die Menschheit ausrotten kann. Allerdings sollte man auch ein rein fiktives Spiel von der ealität unterscheiden können, sodass dieses Gefühl langsam nach lässt. Es fühlt sich aber danach auch nicht merkwürdig an, da es wie gesagt nur fiktiv ist.

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  6. Ebola stellt für mich – gerade weil es bisher keine medizinische Lösung gibt – auch die Frage nach Wundern. Es ist ein ur-christlicher Glaube, dass Gott heilen kann, Jesus hat viele Wunder getan. Hier habe ich ein Lied von Rouven Genz dazu gepostet, das man vielleicht in der Grundschule zum Thema einsetzen kann:
    http://thomas-ebinger.de/2014/09/lieder-von-rouven-genz-wunder/

    Interessant ist, dass Ebola vor allem eine soziale Herausforderung ist. Die Krankheit wäre durch Information, Ehrlichkeit und Mitmenschlichkeit in den Griff zu kriegen. Vielleicht ist auch das ein Wunder, wenn sich diese ausbreiten.

    Kinder nehmen das Zeitgeschehen heute oft über logo tv im Kika wahr, hier eine Sendung mit Ebola dazu, die man als Impulsvideo im Unterricht zeigen kann (was rechtlich hoffentlich erlaubt ist, da gibt es größere Experten als mich)
    http://podfiles.zdf.de/podcast/zdf_podcasts/14/09/140917_mi_lot_446k_p20v11.mp4?2014-09-18+07-07

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  7. Aufklärung wird vielerorts als ein zentraler Aspekt erfolgreicher Hilfe bezeichnet. Erstellt (vielleicht mit Hilfe der Informationen auf http://www.faz.net/aktuell/wissen/wie-erklaere-ich-es-meinem-kind-die-ebola-seuche-13171581.html ) und einem Digital-Storytelling-Werkzeug wie z.B. https://storybird.com Geschichten und informierendes Material und macht es über soziale Netzwerke bekannt. Effektiv wird eure Arbeit wenn eure Englisch-Lehrkraft mitmacht und beim Übersetzen hilft!

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  8. In den USA ist erstmals ein Fall von Ebola nachgewiesen worden. Der Patient einer Klinik in Dallas hat sich vermutlich in Liberia infiziert. Es sei nicht auszuschließen, so das Ärzteteam, dass er andere Menschen angesteckt hat. Mehr lesen

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